Stadtentwicklung & Stadtplanung

Stadtentwicklung und Stadtplanung verlangen heute nach gemeinschaftlichen Prozessen: Im Austausch zwischen kommunaler Politik und Verwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern werden Leitbilder und Szenarien entwickelt sowie Konzepte ausgearbeitet. Das ist anspruchsvoll. Denn hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Aktuell zählen dazu beispielsweise die Veränderungen im Altersaufbau der Gesellschaft, die Folgen von Klimawandel, Digitalisierung, Zuwanderung und der Energiewende.
Stadtszenen von oben

Die Stadt der Zukunft gemeinsam entwickeln

Die Städte brauchen langfristige Konzepte, um vor Ort die Stadt der Zukunft gemeinsam zu entwickeln. Sie wollen dabei unterschiedlichste Entwicklungen in Einklang bringen: bei der Siedlungsstruktur, dem Verkehr, der Umwelt. Soziale Belange müssen beachtet werden, und die finanziellen Möglichkeiten sind ebenfalls zu bedenken. Und über allem steht der erklärte Wille, konkrete Beiträge für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Lebensqualität zu liefern.

Prozesse und Konzepte von Stadtplanung und Stadtentwicklung, Leitbilder und Szenarien beantworten die Frage, wie Städte sich entwickeln sollen. Sogenannte kooperative Beteiligungsverfahren bieten innerhalb der städtischen Planungsprozesse Raum für bürgerschaftliches Engagement und Partizipation. Wichtig ist bei der Planung, ein Gleichgewicht zu halten: zwischen fachlich verantwortlichen und politisch tragfähigen Ideen und sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Belangen. Und dabei das Ziel, nachhaltigere, klimafreundliche und lebenswerte Städte immer im Auge zu behalten.

Stadtplanungsprozesse und -konzepte müssen von Anfang an möglichst so angelegt werden, dass sie sich gut anpassen lassen. Denn Veränderungen in den Städten ergeben sich immer schneller.

Langfristige Prognosen werden schwieriger. Und kooperative Planungsprozesse verlangen Offenheit. Damit Konzepte realisiert werden können, sind außerdem integrierte Förderprogramme nötig. Das heißt für den Deutschen Städtetag: Bund und Länder sollten ihre Förderprogramme zwischen den Ministerien und Ressorts inhaltlich besser aufeinander abstimmen. So sollte die Kommunikation der Fördermöglichkeiten gegenüber den Kommunen klarer und der Abfluss der Mittel verbessert werden.