Pflege und Gesundheit

Der Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ist in unserer Gesellschaft ein zentrales Gut. Er gehört zum Gemeinwohl, dem die Städte verpflichtet sind. Dabei bilden die Gesundheitsämter den Kern des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Städte finanzieren und betreiben aber auch weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens, wie beispielsweise kommunale Krankenhäuser.
Pflegepersonal in einem Krankenhaus

Das öffentliche Gesundheitswesen in den Städten

Angesichts der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft gewinnt die Infrastruktur für Gesundheit direkt vor Ort in den einzelnen Stadtvierteln zunehmend an Bedeutung. Zudem wirken sich viele Gesundheitsreformen des Bundes auf die Gesundheitsversorgung in den Kommunen stark aus. Bei den Gesetzgebungsverfahren gilt es daher immer, die Interessen der Städte im Blick zu behalten und einzubringen. Dies wird einmal mehr bei der Corona-Pandemie deutlich.

  • Die Corona-Pandemie stellt den öffentlichen Gesundheitsdienst vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen. Um die Pandemie langfristig erfolgreich zu bewältigen, brauchen die Kommunen die Unterstützung von Bund und Ländern: Der 2020 geschlossene Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst ist dafür eine gute Grundlage.
  • Kommunale Krankenhäuser sind ein ganz unmittelbarer Beitrag, um Menschen in den Städten und im Umland mit guten Gesundheitsleistungen zu versorgen. Der Deutsche Städtetag fordert, den Investitionsstau in den Krankenhäusern zu beseitigen.
  • Die Städte setzen sich dafür ein, alten und pflegebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben zu ermöglichen. Dafür müssen die nötigen Strukturen vor Ort gesichert werden. Die Kosten der Pflege dürfen nicht, wie bisher, in erster Linie von den Pflegebedürftigen selbst getragen oder aus Mitteln der Sozialhilfe finanziert werden. Der Deutsche Städtetag fordert eine Reform, mit der Pflegebedürftige und die Sozialhilfe entlastet werden.