Gleichstellung

Der Deutsche Städtetag setzt sich für die Gleichstellung und Chancengleichheit der Geschlechter ein. Die kommunale Gleichstellungsarbeit ist ein wichtiger Baustein sozialer Gerechtigkeit. Frauen sollten weiter darin unterstützt werden, sowohl persönlich als auch im Beruf ihr Potenzial besser entfalten zu können.
Anonyme Menschenmenge in Bewegung

Benachteiligung begegnen

Auch auf kommunaler Ebene muss ein höherer Frauenanteil an Führungspositionen weiter das Ziel sein. Das gilt sowohl für politische Ämter als auch für kommunale Unternehmen. Dabei geht es nicht nur um gerechte Beteiligung, sondern auch um Effektivität. Denn unterschiedliche Sichtweisen der Geschlechter bieten die Chance, nachhaltiger zu entscheiden. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel lassen sich Auswirkungen auf unterschiedliche Zielgruppen differenzierter abschätzen.

Immer noch zeigt sich an vielen Stellen, dass Frauen benachteiligt sind. Die Städte setzen sich vor Ort dafür ein, dieser Ungleichheit entgegenzuwirken. Vielerorts sind deshalb kommunale Frauenbüros und Gleichstellungsstellen eingerichtet. Beispiele für Ungleichheit in unserer Gesellschaft sind:

  • Etwa 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen. Die derzeitigen Hilfs- und Beratungsangebote reichen noch nicht, um den von Gewalt betroffenen Frauen gerecht zu werden.
  • Die Lohnlücke (Gender Pay Gap) zwischen Männern und Frauen betrug im Jahr 2019 immer noch 20 Prozent. Sie hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht nennenswert verringert.
  • In der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern übernehmen Frauen nach wie vor den größten Teil der Kindererziehung und der Hausarbeit sowie die Pflege von Angehörigen (Gender Care Gap).