U7 halten ersten offiziellen Gipfel als "Engagement Group" ab
Eine weitere Etappe für mehr systematische Beteiligung der Städte in globalen Verhandlungen und Entscheidungen ist in dieser Woche erreicht worden: Die Urban7-Gruppe (U7), ein Bündnis aus kommunalen Spitzenverbänden aus den G7-Ländern, ist zu einem offiziellen U7-Gipfel im französischen Nancy zusammengekommen. Die Teilnehmenden erarbeiteten dabei Grundlinien einer städtischen Perspektive und Forderungen, die in den G7-Prozess eingebracht werden sollen. Die Ergebnisse fanden Eingang in eine "Erklärung von Nancy".
In den Monaten zuvor hatte die U7 bereits einen anderen entscheidenden Meilenstein erreicht: Unter der diesjährigen französischen G7-Präsidentschaft wurde die U7-Gruppe bereits als offizielle "G7-Engagement Group" anerkannt. Das heißt, die U7 ist seitdem formal in die G7-Prozesse eingebunden und ist damit in den Verhandlungen die offizielle Stimme der Städte und Regionen.
Deutscher Städtetag in Nancy
Der Deutsche Städtetag unterstützt die Erklärung. Prof. Dr. Eckart Würzner, Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister von Heidelberg, vertrat die deutsche Delegation vor Ort und erklärte:
"Ich freue mich, dass die Urban7 dieses Jahr endlich offizielle Engagement Group der G7 wurden und sich in Nancy treffen konnten. Die Erklärung von Nancy sendet ein wichtiges Signal in Richtung G7. Städte bleiben zentrale Akteurinnen bei der Sicherung von Demokratie, Frieden und globaler Solidarität, insbesondere in Zeiten wachsender globaler Unsicherheiten. Gleichzeitig setzen wir uns im Rahmen von Urban Diplomacy für einen kontinuierlichen und konstruktiven Dialog mit und zwischen den G7-Staaten ein."
Außerdem nahmen Oberbürgermeister Wolfram Leibe aus Trier, Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup aus Karlsruhe und Oberbürgermeister Martin Horn aus Freiburg, beide am U7-Gipfel teil.
Erklärung von Nancy
In der Erklärung bekräftigt das Städtebündnis U7 noch einmal seine wichtige Forderung, die Rolle von Städten in internationalen Diskussionen zu stärken und städtische Interessen in internationale politische Prozesse der G7-Staaten einzubringen und ihr Engagement finanziell abzusichern. Denn die Städte sind wichtige Akteure, wenn es darum geht, Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. So sind es die Kommunen, die vor Ort Maßnahmen ergreifen, um drängende Probleme wie Klimawandel, Umweltzerstörung oder Wohnungsnot zu begegnen. Die Städte sind ferner Motoren für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit.
Gleichzeitig beinhaltet die Erklärung Forderungen gegenüber der G7. Beispielsweise soll dezentrale Entwicklungszusammenarbeit finanziell und technisch stärker unterstützt werden, lokale Selbstverwaltung gestärkt und die Energiewende durch Sanierungsprogramme gefördert werden.
Zum Städtebündnis U7
Die U7 wurden unter der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 gegründet. Der Deutsche Städtetag ist einer der sieben kommunalen Spitzenverbände, die sich seit Jahren in dem Städtebündnis engagieren. Unter der französischen G7-Präsidentschaft liegt die Verantwortung für die diesjährigen U7-Beiträge beim Partnerverband France Urbaine, unterstützt durch die internationalen Städtenetzwerke ICLEI – Local Governments for Sustainability und das Global Parliament of Mayors.
Erklärung von Nancy
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U7-Erklärung von Nancy 2026 pdf, 238 KB
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