23.12.2019

7. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement

7. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement

09.08.2019
STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum: Beratung zu Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements

Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum im Bezirk Treptow-Köpenick berät Menschen zu den vielfältigen Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Darüber hinaus unterstützt es Einrichtungen, die mit Freiwilligen zusammenarbeiten.

Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick fördert seit 2008 eine lebendige Zivil-gesellschaft und hat dafür ein großes, tragfähiges Netzwerk geknüpft. Deutschlandweit gelten die STERNENFISCHER als "eine der führenden und innovativen Freiwilligenagenturen" (Thomas Klie, Praxishandbuch "Engagiert und beteiligt in Berlin", 2015).

Projekt "Kieztandem"

Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum organisiert außerdem das Projekt Kieztandem: Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Treptow-Köpenick unterstützen geflüchtete Menschen, die in ihrer Nachbarschaft leben. Als Paten helfen sie Neu-Berlinern, die vor Krieg und Not geflüchtet sind, bei der Orientierung im Alltag. Das STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum ist zuständig für die Suche geeigneter Paten und Patinnen, deren Schulung, für den Prozess des Matchings und die Begleitung der Patenschaften.

Die Patenschaften gestalten sich dabei ganz vielfältig, mal ist es eine Unterstützung dabei die deutsche Sprache zu lernen, aber auch gemeinsame Ausflüge im Kiez oder die Unterstützung bei Behördengängen können Gegenstand einer Patenschaft sein. Das Projekt Kieztandem zeigt, wie Integration konkret vor Ort und im Alltag funktionieren kann.

  • Gemeinsames Kochen kann auch zu einer Patenschaft dazugehören.

16.12.2019
Koordination der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Flüchtlingshilfe

Die Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe erfolgt in der Stadt Göttingen auf mehreren Ebenen. Die Stadtverwaltung hat einen zentralen Koordinator für das Ehrenamt benannt, der in der Flüchtlingshilfe u. a. Ehrenamtskoordinator/innen von außerhalb der Verwaltung zum gemeinsamen Informationsaustausch einlädt, Mittel zur Erstattung von Auslagen für ehrenamtlich Engagierte weiterleitet sowie die Telefonhotline und die Internetplattform der Flüchtlingshilfe Göttingen koordiniert.

Als zentrale Koordinierungsstelle für Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren wollen, dient das Projekt "Sei Willkommen" des Migrationszentrums für Stadt und Landkreis Göttingen. Dort werden u. a. Interessierte beraten, Kontakte zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten vermittelt und ein regelmäßiges offenes Treffen angeboten, bei dem sich freiwillig Engagierte untereinander austauschen können.

Auch bei den Trägern der Flüchtlingsunterkünfte (Bonveno Göttingen gGmbH, DRK, Johanniter) sind Ehrenamtskoordinator/innen tätig, die den direkten Kontakt zu den freiwilligen Helfer/innen vor Ort pflegen und Patenschaften zu den Bewohner/innen vermitteln. Interessierte werden hier teilweise über regelmäßige Newsletter informiert (z. B. bei konkreten Unterstützungsanfragen) oder zu eigenen Informationsveranstaltungen eingeladen.

Schließlich bietet die Bürgerstiftung Göttingen in dem Projekt "Unser Pavillon" Unterstützung für Ehrenamtliche an, die nicht an eine Initiative oder Unterkunft angeschlossen sind, sondern allein Geflüchtete begleiten.

Weitere Informationen


16.12.2019
Weiterbildungsreihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Die Willkommenskultur von Ehrenamtlichen gegenüber Geflüchteten ist in der Stadt Göttingen stark ausgeprägt in Form von Initiativen, Runden Tischen oder durch Einzelpersonen. Das Büro für Integration der Stadt Göttingen bietet in Kooperation mit der Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) eine Weiterbildungsreihe mit Schulungen, Vorträgen und Workshops zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit an. Auch das Projekt "Sei Willkommen" des Migrationszentrums für Stadt und Landkreis Göttingen führt regelmäßig Fortbildungen für ehrenamtlich Engagierte durch.

Mit diesem Angebot ist auf den Bedarf von Ehrenamtlichen reagiert worden, die sich eine Hilfestellung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen wünschen. Zu verschiedenen Fragestellungen werden lokale oder auch (über-)regionale Fachreferentinnen und  referenten eingeladen, die in mehrstündigen Vorträgen sowie in Halb- und Ganztagsveranstaltungen zu einem bestimmten Thema informieren und schulen. Interessierte werden regelmäßig per E-Mail und über einen gedruckten Programmflyer über die Weiterbildungsangebote informiert.

Weitere Informationen und Downloadmöglichkeit des Programms


16.12.2019
Spendenzentrum, Internetplattform und Hotline der Flüchtlingshilfe

Das Göttingen Spendenzentrum wurde im November 2015 eingerichtet und wird in Kooperation mit den Göttinger Wohlfahrtsverbänden betrieben. Auf einer Fläche von rund 900 Quadratmetern werden in einer ehemaligen Produktionshalle Sachspenden (wie Kleidung, Schuhe, Schul- und Babybedarf sowie Hausrat) von Bürgerinnen und Bürgern entgegengenommen und an Geflüchtete ausgegeben. Bei Bedarf erfolgt auch eine Weiterverteilung an die verschiedenen Flüchtlingsunterkünfte in der Stadt.

Zur gleichen Zeit wurde eine zentrale Internetplattform der Flüchtlingshilfe Göttingen ins Leben gerufen, auf der Bürgerinnen und Bürger u. a. den aktuellen Bedarf des Spendenzentrums ersehen können. Hilfsorganisationen, Verbände, Vereine und Initiativen der Flüchtlingshilfe stellen sich hier mit einem Kurzprofil vor, sodass interessierte Ehrenamtliche mit ihnen in Kontakt treten können. Aktuelle Informationen und ein Kalender mit einschlägigen Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Die Internetplattform wird zusammen mit dem Landkreis Göttingen betrieben.

Über eine zusätzlich eingerichtete Hotline können Bürgerinnen und Bürger zudem werktags ihre Fragen rund um das Thema Flüchtlingshilfe stellen und werden ggf. an zuständige Ansprechpartner/innen weitervermittelt.

Weitere Informationen

06.08.2019
Vernetzung und Förderung von Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

Die steigende Zahl von Geflüchteten seit dem Jahr 2014 nach Kiel hat viele Menschen bewegt, ihre Hilfe und Unterstützung anzubieten. Seitdem ergreift die Stadtverwaltung unterschiedliche Maßnahmen, um die unterschiedlichen Angebote und die Menschen, die dahinter stehen, zu vernetzen und ihnen eine Unterstützung von Seiten der Landeshauptstadt Kiel anzubieten.

Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger der Stadt für Geflüchtete wächst seit Jahren. Neue Initiativen gründeten sich dort, wo neue Unterkünfte entstanden, um die Geflüchteten willkommen zu heißen und ihnen das Einleben hier in Kiel zu erleichtern. Ehrenamtliche halfen bei der Orientierung vor Ort, bei Behördengängen, bei der Ausstattung mit Kleidung oder beim Erlernen der deutschen Sprache. Es wurden Fahrradwerkstätten eingerichtet, Spielnachmittage für Kinder angeboten oder Familienpatenschaften übernommen – um nur einige Initiativen zu nennen.

Um die zahlreichen, unterschiedlichen Angebote und die Menschen, die dahinter stehen, zu vernetzen und ihnen eine Unterstützung von Seiten der Landeshauptstadt Kiel anzubieten, arbeiteten verschiedene Ämter der Stadt eng mit dem nettekieler Ehrenamtsbüro zusammen. Bereits im November 2014 luden sie gemeinsam zu einem ersten Treffen ein. Dieser Einladung folgten viele Initiativen und einzelne Engagierte in der Flüchtlingshilfe, aber auch unterschiedliche Einrichtungen, die eng mit Ehrenamtlichen zusammenarbeiten.

Die Ehrenamtlichen begrüßten die Möglichkeit zum Kennenlernen und zum gegenseitigen Austausch. Bei den Treffen wurden Strukturen für die weitere Zusammenarbeit verabredet. Das Konzept der Vernetzungstreffen, die bis heute vierteljährlich stattfinden, hielt die Stadt bis Anfang 2018 bei. Anschließend änderte sie das Verfahren, da immer mehr Hauptamtliche in der Flüchtlingshilfe an den Treffen teilnahmen und die Zahl der Ehrenamtlichen abnahm. Heute treffen sich ausschließlich ehrenamtlich Engagierte zu einem offenen Austausch an wechselnden Orten, dort wo Flüchtlingshilfe aktiv ausgeübt wird. Die Treffen haben erneut regen Zulauf.

Neben den genannten Austauschtreffen erhalten die Ehrenamtlichen über einen E-Mail-Verteiler im Referat für Migration der Landeshauptstadt Kiel wichtige Informationen, Veranstaltungshinweise, Fortbildungsangebote.

Um das Engagement der Ehrenamtlichen zu fördern und zu würdigen, stellt die Landeshauptstadt Kiel seit dem Jahr 2015 finanzielle Mittel bereit. Seit 2017 sind diese Mittel ein Bestandteil des Fonds "Zusammenhalt stärken – Teilhabe sichern".

Dank der Fördermittel konnten viele Aktivitäten und Ideen der Ehrenamtlichen in Kiel umgesetzt werden, beispielsweise Fortbildungen und Schulungen von Ehrenamtlichen, ehrenamtliche Sprach- und Konversationskurse, Begegnungsfeste und verschiedene Unternehmungen. Der Fonds unterstützt und vereinfacht die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit und macht viele Aktionen oft erst möglich. Gleichzeitig wird er als Signal für die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit durch die Landeshauptstadt Kiel verstanden.

Die Vernetzung und Förderung von Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe wird seit Beginn des Jahres 2017 von der "Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe" organisiert, die vom Land Schleswig-Holstein gefördert wird. Sie ist angesiedelt im Amt für Soziale Dienste der Landeshauptstadt Kiel/Referat für Migration, im nettekieler Ehrenamtsbüro und bei der ZBBS e. V. - Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten in Schleswig-Holstein e. V.

29.11.2019

Patenschaftsprogramm "Ankommen in Leipzig. Paten für Flüchtlinge"

Das Projekt "Ankommen in Leipzig. Paten für Flüchtlinge" richtet sich an alle Leipzigerinnen und Leipziger, die  Geflüchtete bei der Integration unterstützen wollen. Die Paten leisten lebensprakti-sche Hilfe, helfen den Geflüchteten, sich im neuen Lebensumfeld zurechtzufinden und freundschaftliche Kontakte aufzubauen. Bisher konnten über 1.000 Patenschaften vermittelt werden.

Patenschaften werden individuell vermittelt. Dabei wird auf ähnliche Erfahrungshorizonte bei Paten und zu Unterstützenden wie zum Beispiel Geschlecht, Familienstand oder Alter geachtet. Als Basis jeder Patenschaft gelten jedoch die Offenheit gegenüber anderen Kulturen, der respektvolle Umgang miteinander und eine Begegnung auf Augenhöhe. Schwerpunkte sind

  • das Bekanntmachen mit kulturellen und alltäglichen Gepflogenheiten,
  • Hilfe beim Spracherwerb,
  • Begleitung bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Konkrete Inhalte, wie Nachhilfeangebote werden von den Beteiligten selbst festgelegt.

Eine Patenschaft ermöglicht das intensive Kennenlernen anderer Kulturen, den Austausch mit inte-ressanten Menschen und die Erweiterung des persönlichen Horizontes. Hinzu kommen viele kostenlose Angebote der Leipziger Kulturinstitutionen und Sportvereine, Weiterbildungsangebote zu relevanten Themen sowie Arabischkurse.

Das Projekt wurde 2014 gegründet und befindet sich seit August 2017 in Trägerschaft der Johanniter-Akademie.

Weitere Informationen zum Patenschaftsprogramm "Ankommen in Leipzig. Paten für Flüchtlinge"

20.12.2019
Engagiert für Integration - Information, Vernetzung und ehrenamtliches Engagement

Die Freiwilligenagentur Magdeburg, ihre Mitgliedsorganisationen und Kooperationspartner tragen als Teil eines breit gefächerten Netzwerks zur Etablierung einer vielfältigen Willkommenskultur in Magdeburg bei und fördern vielfältiges Engagement im Themenfeld Integration. Mit konkreten Beratungs-, Informations- und Austauschangeboten hat sich die Freiwilligenagentur zu einer festen Größe der Integrationsarbeit im Kontext freiwilligen Engagements entwickelt.

Mit gut aufbereiteten Informationen, einer abgestimmten Netzwerkarbeit und einer fachlich und pädagogisch begleiteten Einbindung von Freiwilligen trägt die Freiwilligenagentur Magdeburg dazu bei, die Potentiale ehrenamtlichen Engagements im Bereich Integration zu nutzen. Dem freiwilligen Engagement von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Mit nachfolgenden Maßnahmen wird diese Arbeit im Projekt "Engagiert für Integration" fortgesetzt:

a) Information, Beratung, Qualifizierung und Netzwerkarbeit im Themenfeld Integration

  • Information und Beratung von interessierten Bürger/innen zu aktuellen Möglichkeiten zur Unterstützung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund (zum Beispiel ehrenamtliche Integrationshelfer/innen, die Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in einen selbstbestimmten Alltag unterstützen wollen)
     
  • Vermittlung von Einsatzstellen in den Stadtteilen und Kontakten zu Anbietern weiterführender Hilfen
     
  • Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für ehrenamtliches Engagement im Themenfeld Integration
     
  • Information und Beratung von gemeinwohlorientierten Einrichtungen, Organisationen und Vereinen zum Freiwilligenmanagement, zum Aufbau und zur Umsetzung von ehrenamtlich getragenen Initiativen und Projekten zur Unterstützung von Flüchtlingen
     
  • Vermittlung von Kooperationspartnern und weiterführenden Hilfen
     
  • Unterstützung von Austausch- und Netzwerkveranstaltungen im Themenfeld Integration
     
  • Unterstützung von ehrenamtlich getragenen Initiativen bei der Entwicklung und Umsetzung von Sprach-, Freizeit- und anderen Angeboten
     
  • Vernetzung mit öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements

b) Förderung des freiwilligen Engagements von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund/ Begegnungs- und Austauschangebote

  • Information und Beratung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund zu Möglichkeiten und Potentialen freiwilligen Engagements
     
  • Information und Beratung von gemeinwohlorientierten Organisationen zur Einbindung von Freiwilligen mit Fluchterfahrung beziehungsweise Migrationshintergrund (interkulturelle Öffnung)
     
  • Ansprache und Gewinnung von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund für ein freiwilliges Engagement
     
  • Vermittlung in geeignete Einsatzstellen, Begleitung zu Erstgesprächen, Unterstützung bei Austausch und Reflexionsgesprächen
     
  • Vorbereitung und Durchführung von interkulturellen Engagement-Aktionstagen zur Erprobung von Talenten und Fertigkeiten
     
  • Schaffung von weiteren Begegnungs- und Austauschangeboten für Kontakte zwischen Zugewanderten und Einheimischen (Workshops für mehrsprachiges Vorlesen, Weltreisen durch Wohnzimmer, Begegnungen im Stadtteil u.a.)

c) Aufbereitung von Informationen / Erstellung von Informations- und Netzwerkmaterialien

  • Fortlaufende Sammlung und Aufbereitung aktueller Daten über relevante Beratungs-, Informations-, und Hilfsangebote für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund
     
  • Aktualisierung des Online-Migrationswegweisers (www.willkommen-in-magdeburg.de)
     
  • Bedarfsorientierte Erstellung und Aktualisierung von Printprodukten für Information und Beratung und von Materialen zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit (Übersichten über Aktivitätsfelder, Flyer, themenspezifische Infoblätter in verschiedenen Sprachen)

Das Projekt wird in Kooperation und enger Abstimmung mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen und öffentlichen Trägern der Integrationsarbeit wie Willkommensbündnissen und Stadtteilmanagement-Trägern, Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und weiteren Akteuren vor Ort, der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, der Städtischen Volkshochschule Magdeburg, der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt, verschiedenen Ämter und Behörden der Landeshauptstadt Magdeburg, Wohlfahrtsverbänden unter anderem Akteure im Themenfeld umgesetzt.

Für die fachliche Qualifizierung der Engagierten wird in besonderer Weise auf Erfahrungen der Volkshochschule und die Expertise von Fachkräften aus Beratungsstellen und Fachdiensten zurück-gegriffen. Austauschtreffen und Qualifizierungsangebote für Interessierte, Haupt- und Ehrenamtliche werden in besonders enger Zusammenarbeit mit dem Sozialdezernat der Landeshauptstadt Magdeburg organisiert, um Synergien mit anderen Projektaktivitäten im Themenfeld Integration und Flüchtlingshilfe erzeugen zu können.

Das Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt Magdeburg gefördert.

Weitere Informationen zur Freiwilligenagentur Magdeburg e.V.

17.12.2019
Patenschaftsprojekt für Flüchtlinge

Marburger Bürgerinnen und Bürger stehen Menschen, die nach der Flucht in Marburg leben, im Alltag zur Seite – ob beim Ausfüllen eines Formulars beim Gang zum Amt oder Arzt. Dieses Netzwerk der Hilfe beruht auf einem Patenschaftsprojekt für Flüchtlinge, das im Jahr 2016 ins Leben gerufen wurde.

Die Paten und Patinnen unterstützen die Flüchtlinge nicht nur in verschiedenen Alltagssituationen, sondern tauschen sich mit ihnen auch über das Leben in Deutschland und anderen Themen aus. Häufig entstehen daraus auch freundschaftliche Kontakte.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies freut sich über den Erfolg des Projekts: "Das Projekt macht das Ankommen in der Universitätsstadt Marburg leichter". "Wichtig ist dabei eine Begegnung auf Augenhöhe", so Spies.

Bürger und Bürgerinnen, die sich für das ehrenamtliche Patenschaftsprojekt interessieren, sollten für die Dauer von sechs Monaten wöchentlich mindestens eine Stunde Zeit erübrigen können. Zudem ist die Teilnahme an einer Supervision verpflichtend, die in der Regel einmal pro Monat stattfindet. Dort können sich die Ehrenamtlichen über Erfahrungen, Erwartungen, kulturelle Unterschiede, Sorgen und Ängste austauschen. In Schulungen werden sie auf ihre Aufgabe vorbereitet. Zusätzlich gibt es Unterstützung durch die städtische Koordinierungsstelle für Flüchtlinge, den Internationalen Bund, die Freiwilligenagentur und die Supervisorin Sarah Kaluza.

17.12.2019
Breites bürgerschaftliches Engagement in der Hilfe für Geflüchtete

Insgesamt sind im Bereich der ehrenamtlichen Hilfe für Geflüchtete aktuell mehr als 250 ehrenamtlich Bürgerinnen und Bürger der Stadt Salzgitter tätig und werden von dem Referat 48 betreut und unterstützt. Der Einsatz der Ehrenamtlichen wird unter Einbeziehung aller Interessen und Fähigkeiten bedarfsgerecht und zentral organisiert, es kann für jedes Interessengebiet eine passende Einsatzmöglichkeit in Salzgitter gefunden werden:

Familienpaten/Innen engagieren sich im breiten Feld des alltäglichen Lebens von geflüchteten Familien. Sie unterstützen diese bei der Bewältigung der kulturellen Strukturen des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Im Fokus stehen die Eingliederung in das neue Wohnumfeld, die gelingende Zusammenarbeit mit verschiedenen Anlaufstellen und Institutionen, sowie die Orientierung im Alltag.

Sprach- und Bildungspaten/Innen unterstützen hauptsächlich Kinder und Jugendliche, die in der Schule vor sprachliche Barrieren gestellt werden. Die Förderung der Sprachkenntnisse kann einerseits in Form von separierten Kleingruppen, andererseits durch den Einsatz von Ehrenamtlichen in den "DaZ-Klassen" (Deutsch als Zweitsprache) erfolgen. Durch ressourcenorientierte Spiele und Übungen kann der Spracherwerb individuell gefördert werden. Zusätzlich zählt auch die Teilnahme an Elterngesprächen zu den Aufgaben der Sprach- und Bildungspaten/Innen. Sie unterstützen die Familien dabei, das deutsche Schulsystem zu verstehen, die Besonderheiten kennenzulernen und die notwendigen Unterrichtsmaterialien zu besorgen.

Freizeit- und Sportpaten/Innen zeigen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten in der Umgebung auf und helfen den Geflüchteten neue Kontakte in altersgerechten Einrichtungen zu knüpfen. Der Eintritt in einen Verein oder eine Gruppe kann zur Integration und sinnvollen Gestaltung der Freizeit beitragen. Zudem können die Ehrenamtlichen eigeninitiativ ein Angebot organisieren und durchführen, wodurch das Ziel der Integration erreicht werden kann.

Umzugspaten/Innen organisieren einerseits die Ein- und Auszüge von Geflüchteten und unterstützen andererseits bei der Eingewöhnung im neuen Wohnumfeld. Sie begleiten zu den alltäglichen Anlaufstellen im Stadtteil und helfen bei der Integration in die bestehende Gesellschaft.

Kinderbetreuer/Innen kümmern sich während der zahlreichen Sprachkurse um die Kinder der Teilnehmer/Innen. Sie beschäftigen sich individuell und altersgerecht mit den Kindern und können so die ersten Grundsteine zum Spracherwerb setzen.

Übersetzer/Innen sind hauptsächlich Geflüchtete, die sich aufgrund ihrer guten Sprachkenntnisse engagieren. Oft haben sie selbst Hilfe durch Ehrenamtliche erfahren dürfen und möchte diese positiven Erfahrungen weitergeben. Sie begleiten Geflüchtete zu Ärzten, Ämtern und Behörden, um bei Sprachbarrieren vermitteln zu können.

Bei Bedarf können Beratungsgespräche für alle ehrenamtlich Tätigen stattfinden, in denen eventuelle Fragen und Unsicherheiten bezüglich der Ausübung des Ehrenamtes besprochen werden. In regelmäßigen Abständen werden moderierte Austausch- und Vernetzungstreffen organisiert, durch welche die Ehrenamtlichen in ihrer Tätigkeit wertgeschätzt und motiviert werden und zusätzlich Kontakte zu anderen Ehrenamtlichen knüpfen und pflegen können. Überdies werden regelmäßig Seminare und Fortbildungen zu verschiedenen Themen angeboten, die der Qualifizierung der ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger dienen.

Zudem werden jährlich Integrationslotsenschulungen angeboten und diese qualifizierten Ehrenamtlichen zielgerichtet an Schulen, Kindertagesstätten oder in Beratungsstellen in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden oder Vereinen eingesetzt.

Neben einer kleinen Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlich Tätigen werden Sachkosten übernommen (u.a. durch Landesmittel des Niedersächsischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie gefördert).

23.10.2019
Ehrenamtlicher Flüchtlingsbegleiter / Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin Kooperationsprojekt der Ehrenamtsagentur Trier, des Diakonischen Werks und der Stadt Trier

Um die vorhandene Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren, professionell zu begleiten, hat die Stadt Trier die Ehrenamtsagentur Trier und das Diakonische Werk Trier beauftragt, in Kooperation dieses Themenfeld zu bearbeiten.

Seit Herbst 2015 existiert die Qualifizierung zum ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiter/ ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiterin. Ehrenamtliche Interessierte werden zu folgenden Inhalten geschult: Möglichkeiten und Grenzen des Ehrenamts; Interkulturelle Kompetenz; Kommunikation im interkulturellen Kontext; Einführung in die Grundlagen des Asylrechts; Traumatisierung und ihre Folgen sowie Arbeit und Ausbildung. Neben der Schulung werden während der Begleitung regelmäßige Austauschtreffen sowie Supervision angeboten.

Weitere Informationen zur Qualifizierung zum Flüchtlingsbegleiter/in in Trier


23.10.2019
Fachtag "Flucht und Asyl" – Kooperationsprojekt verschiedener Träger aus der Flüchtlingshilfe

Seit 2017 wird von verschiedenen Akteuren aus der Flüchtlingshilfe ein Fachtag für Ehrenamtliche organisiert. Bei dieser Veranstaltung können sich interessierte Bürger/innen an dem zu unterschiedlichen aktuellen Themen der Flüchtlingshilfe informieren und in Workshops mit Experten und Expertinnen in den Austausch treten.

Der Fachtag wurde aufgrund der hohen Nachfrage auch für Hauptamtliche geöffnet, so dass Ehren- und Hauptamtliche gemeinsam verschiedene Arbeitsfelder bearbeiten können. Im Jahr 2019 stand der 3. Fachtag "Flucht und Asyl" unter dem Motto "Beratung in allen Lebenslagen", beim 4. Fachtag steht das Thema "Unterstützen und begleiten" im Mittelpunkt.

Informationen zum 4. Fachtag "Flucht und Asyl" der Stadt Trier am 16. November 2019