"Klimaaktive Kommunen 2025" sind Vorbilder und Impulsgeber
Die Landeshauptstädte Stuttgart und Kiel sowie die Stadt Eisenach als Mitgliedsstädte des Deutschen Städtetages sind beim Wettbewerb "Klimaaktive Kommunen 2025" ausgezeichnet worden. Der Deutsche Städtetag unterstützt den Wettbewerb des Deutschen Instituts für Urbanistik.
In drei Größenklassen wurden insgesamt sechs gleichrangige Gewinner gekürt. Die Preisträger erhalten je ein Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro. Damit werden herausragende Projekte belohnt, die zur Vermeidung oder Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen beitragen. Die Preisträger sind Vorbilder und Impulsgeber: Das Preisgeld soll dabei unterstützen, weitere Klimaschutzmaßnahmen vor Ort umzusetzen und zu verstetigen.
In diesem Jahr wurden 133 Bewerbungen eingereicht. Die Preise wurden im Rahmen der Kommunalen Klimakonferenz in Berlin verliehen.
Die Preisträgerkommunen 2025
Kategorie 1: Großstädte und Städte
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Landeshauptstadt Stuttgart: Klimaneutrale Eiswelt
Das städtische Eisstadion "Eiswelt" wurde umfassend energetisch saniert: Statt Gasheizung und Blockheizkraftwerk kommen Wärmepumpen, Abwärmenutzung und eine innovative PV-Folie zum Einsatz. Dadurch ist der Betrieb de Stadions seit der Saison 2024/25 vollständig CO2-neutral.
- Landeshauptstadt Kiel: Serielle Kerndämmung in Denkmal-Siedlung
Mit der seriellen Kerndämmung einer Kleinwohnungssiedlung mit hundert denkmalgeschützten Reihenhäusern aus dem Jahr 1938 gelang der Landeshauptstadt Kiel eine energetische Optimierung der Gebäude, die Aspekte von Klimaschutz, Denkmalschutz und Sozialverträglichkeit berücksichtigt.
Kategorie 2: Mittel- und Kleinstädte
- Stadt Eisenach: Grundschule im sanierten Plattenbau
Die Mosewald-Grundschule in Eisenach liegt in einer stark sanierungsbedürftigen Plattenbausiedlung. Mit der umfassenden energetischen Sanierung und Umgestaltung der Schule verfolgt die Stadt das Ziel, Klimaschutz, Klimaanpassung und Umweltbildung systematisch zu verbinden.
Weitere Preisträgerin in dieser Kategorie ist die Stadt Greven in Nordrhein-Westfalen mit einer energieautarken Kläranlage.
Weitere Sieger
In der Kategorie 3, Landkreise und kleine Gemeinden haben der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern mit seinem Engagement für nachhaltige Wärmenetze sowie die Stadt Gudensberg in Hessen mit einem klimafreundlichen Kommunikationszentrum gesiegt.
Hintergrund
Der Wettbewerb wird jährlich vom Deutschen Institut für Urbanistik mit Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ausgelobt. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Der Wettbewerb richtet sich an Städte, Landkreise und Gemeinden. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, des Umweltbundesamtes und der kommunalen Spitzenverbände.