Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer
Lindau (Bodensee) 21.05.2026

Bodensee-Fahrradstraße ist Infrastruktur-Sieger beim Deutschen Fahrradpreis

Die Stadt erhält die Auszeichnung für ihr vorbildliches Radinfrastruktur-Projekt. Weitere Preise gehen nach Hamburg und München.

Deutscher Fahrradpreis / Christophe Francois Fotografie
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Fahrradpreises 2026

Für ihr Projekt "Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse" ist Lindau am Bodensee mit dem Deutschen Fahrradpreis 2026 in der Kategorie Infrastruktur ausgezeichnet worden. Mit der ausgebauten Strecke setzt die Mitgliedsstadt des Deutschen Städtetages neue Maßstäbe in puncto qualitativer Radinfrastruktur.

Die beiden weitere Preise gehen nach Hamburg und München, ebenfalls Mitglieder des Städtetages: In der Kategorie Service & Kommunikation ist das Projekt "VelObserver für Schulen" von der Posmo GmbH aus München ausgezeichnet wordenb. Der Verein Westwind Hamburg e.V. hat für sein Projekt "Fahrräder für Bedürftige" den Preis in der Kategorie Ehrenamt erhalten. 

Der Deutsche Fahrradpreis prämiert jährlich innovative Projekte und Engagements zur Radverkehrsförderung. Die feierliche Preisverleihung fand in diesem Jahr am 20. Mai 2026 im Rahmen des Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte (AGFS) im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf statt.

Die drei Gewinner im Überblick

Kategorie Infrastruktur: "Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium Radverkehrsachse" der Stadt Lindau 

Mit nahezu durchgängig 5,5 m breiten Fahrradstraßen bietet sie mehr Sicherheit und Komfort entlang dieser Hauptachse. Das Projekt verbindet hochwertige Fahrradstraßen, die Aufwertung des Bodenseeradwegs und Mobilitätsstationen zu einer klar priorisierten Radachse. Eine Besonderheit ist die konsequente Bevorrechtigung des Radverkehrs im öffentlichen Raum bei gleichzeitiger Trennung von Fuß- und Radverkehr. 

Kategorie Service & Kommunikation: "VelObserver für Schulen" von der Münchener Posmo GmbH  

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer digitalen, sicheren Radschulwegkarte, die gemeinsam mit Jugendlichen erarbeitet wird. In verschiedenen Challenges dokumentieren die Jugendlichen ihr Mobilitätsverhalten, erfassen ihre Wege digital und bewerten diese aus ihrer eigenen Perspektive. Dabei lernen sie, Risiken zu erkennen, und stärken ihre Mobilitätskompetenz durch die bewusste Wahl sicherer Radwege. 

Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement: "Fahrräder für Bedürftige" des Vereins Westwind Hamburg e.V. 

Das Hamburger Projekt stärkt seit 2015 die Mobilität von Menschen mit geringem Einkommen. Gespendete Räder werden verkehrssicher aufbereitet und zu Sozialpreisen weitergegeben. Eine mobile Fahrradwerkstatt besucht regelmäßig Wohnunterkünfte, um defekte Fahrräder direkt vor Ort zu reparieren. Ergänzend bietet der Verein Workshops, Sicherheitstrainings und Ausflüge für Kinder und Jugendliche an. Das langjährig aufgebaute Ehrenamt, die große Wirkung und die über 4.800 übergebenen Räder zeigen den nachhaltigen sozialen Mehrwert des Projekts. 

Der Deutsche Fahrradpreis 

Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. Der Wettbewerb wird von ZIV – Die Fahrradindustrie und dem Verbund Service und Fahrrad e.V. unterstützt.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Fahrradpreises