Köln, Münster
21.06.2023

1. Platz beim Deutschen Fahrradpreis 2023

Die Stadt Münster und die Kölner Verkehrsbetriebe konnten mit zwei fahrradfreundlichen Projekten überzeugen.

Mit Köln und Münster stehen zwei Städte aus dem Mitgliederkreis des Deutschen Städtetages ganz oben auf dem Siegertreppchen: Die Stadt Münster hat den Preis in der Kategorie Infrastruktur für die "Kanalpromenade Münster" erhalten. In der Kategorie Service & Kommunikation sicherten sich die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) den ersten Platz mit dem "KVB-Lastenrad".

Die zweiten und dritten Preise in den beiden Kategorien gehen nach Berlin, Mönchengladbach, Hamburg und Baden-Württemberg.

Münster: Neue attraktive Route für Rad- und Fußverkehr

Der Stadt ist es in enger Zusammenarbeit mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gelungen, in kürzester Zeit die "Kanalpromenade Münster", eine 27 km lange Strecke entlang des Dortmund-Ems-Kanals, als attraktive Route für den Rad- und Fußverkehr umzugestalten. Der Betriebsweg entlang des Dortmund-Ems-Kanals in Münster wurde verbreitert, asphaltiert und adaptiv beleuchtet. Damit wird dem Radverkehr als ein wichtiges Element der Mobilität der Zukunft ein neuer Schub gegeben.

Köln: Niedrigschwelliges Leihangebot für Elektro-Lastenräder

Die Kölner Verkehrs-Betriebe integrieren Elektro-Lastenräder in den öffentlichen Nahverkehr, bieten günstige Tarifoptionen, schaffen niedrigschwellige Anreize für den Alltag und fördern so das Lastenrad-Sharing. Das Projekt KVB-Lastenrad ermöglicht es den Menschen, ganz ohne Risiko auszuprobieren, ob ein Lastenrad zu ihrem persönlichen Alltag passt. Und durch das einfach zugängliche Verleihsystem wird auch noch die Möglichkeit geschaffen, es genau dann zu nutzen, wenn es auch tatsächlich gebraucht wird. Die Wartung, das Reinigen und auch das Parken übernimmt die KVB – und für Stammkundinnen und -kunden sind 90 Minuten pro Woche auch noch kostenfrei.

Die weiteren Preisträger

Kategorie Infrastruktur

Den zweiten Platz belegte das Projekt "Fahrradparken macht Kreuzungen sicherer" aus der Berlin. Öffentliche Fahrradstellplätze an Berliner Kreuzungen sorgen bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für bessere Sichtverhältnisse. Der dritte Platz ging an das Land Baden-Württemberg, das sich mit der "Entwicklung des Bedarfsplans für Radwege an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg" für durchgängige Radwegenetze einsetzt.

Kategorie Service & Kommunikation

Den zweiten Platz belegte das "Gemeinnützige Projekt zur Fahrradwegpflege" – ein innovativer Ansatz der Stadt Mönchengladbach, um Mängel mithilfe von KI schnell erfassen und beheben zu können. Mit einer digitalen Komponente punktete auch der Drittplatzierte, das Hamburger Projekt "PrioBike". Entlang dreier Velorouten in Hamburg (VR1, VR3 und VR5) haben Radfahrende bei 18 km/h eine grüne Welle.

Fahrradfreundlichste Persönlichkeit

Mit dem SC Freiburg geht er in dieser Kategorie der Preis zum ersten Mal an einen Verein der Fußballbundesliga. Der Verein vereint Fußballleidenschaft mit Fahrradliebe und das auf allen Ebenen. Für viele Fans, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sport-Clubs ist es selbstverständlich, mit dem Rad zum Spiel oder zur Arbeit zu fahren. Auch aus dem sportlichen Bereich bei den Profis, Frauen- und Mädchenteams sowie der Freiburger Fußballschule nutzen viele Aktive, Trainer/innen und Betreuer/innen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel.

Der Deutsche Fahrradpreis

Der Deutsche Fahrradpreis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS NRW). Der Wettbewerb wird vom Zweirad-Industrie-Verband e.V. und vom Verbund Service und Fahrrad e.V. unterstützt.

Mehr Informationen, Videos und Fotos zu den Gewinnerprojekten des Fahrradpreises 2023