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Stuttgart, München, Hamburg 09.09.2026

Top 3 beim Smart City Index 2026

Insgesamt schneiden die 83 untersuchten deutschen Großstädte von Jahr zu Jahr immer besser ab.

Stuttgart erreicht beim Smart City Index des Digitalverbandes Bitkom in diesem Jahr Platz 1, mit 92,8 von 100 möglichen Punkten. München belegt Platz 2 (92,0 Punkte) und Hamburg Platz 3 (91,5 Punkte). Es folgen Nürnberg (91,3 Punkte) und Düsseldorf (90,9 Punkte).

Platz 6 belegt Köln (89 Punkte), darauf folgen Hannover (88,2 Punkte), Bochum (87,2 Punkte) und Leipzig (85,9 Punkte). Neu in den Top 10 ist Aachen (85,5 Punkte), das um sechs Plätze auf Rang 10 vorrückt.

Stuttgarts Erfolg beruht dabei auf einer Digitalisierung in der Breite: Als einzige der 83 untersuchten Großstädte liegt die baden-württembergische Landeshauptstadt in allen fünf untersuchten Kategorien unter den besten zehn: Platz 1 bei Energie und Umwelt, Platz 3 bei der Verwaltung, Rang 6 bei IT und Kommunikation, Rang 7 bei Gesellschaft und Bildung und Rang 8 bei der Mobilität.

Immer höheres Niveau

Insgesamt wird es an der Spitze immer knapper: Zwischen Platz 1 und Platz 3 liegen 1,3 Punkte, im Vorjahr waren es noch 2,2 Punkte. Und das Niveau steigt weiter: Für eine Top-10-Platzierung waren in diesem Jahr 85,5 Punkte nötig, im Vorjahr 84,7 Punkte und 2023 haben 76,6 Punkte genügt. Deutschlands Großstädte erzielen in diesem Jahr im Schnitt 73,8 Punkte im Smart City Index, im Vorjahr waren es noch 70,8.  

Die größten Sprünge nach vorn machen in diesem Jahr Städte aus dem Mittelfeld. Erlangen (69,7 Punkte) verbessert sich um 19 Plätze auf Rang 56. Das liegt vor allem an der Verwaltung: Inzwischen sind in Erlangen 100 Prozent der abgefragten OZG-Leistungen digital verfügbar, in Bürger- und Gewerbeamt gibt es eine verbindliche digitale Terminbuchung, bei internen Prozessen und Bezahlvorgängen erreicht Erlangen die volle Punktzahl. Ebenfalls um 19 Plätze verbessert sich Hildesheim (68,8 Punkte) auf Rang 60. Unter anderem sind eAkte, Dokumentenmanagement und Künstliche Intelligenz in allen Ämtern im Einsatz, dazu kommen digitale Wärmeplanung und eine stark ausgebaute Ladeinfrastruktur.

Mönchengladbach (84,8 Punkte) rückt um 18 Plätze auf Rang 12 vor und steht damit erstmals in den Top 20. In der Mobilität gewinnt die Stadt 24 Plätze, unter anderem durch eine KI-basierte Verkehrssteuerung, ein digitales Verkehrsschildkataster und WLAN im öffentlichen Nahverkehr. Bei Gesellschaft und Bildung reicht es für Rang 3. Neuss (75,5 Punkte) verbessert sich ebenfalls um 18 Plätze auf Rang 38, Gütersloh (64,7 Punkte) um 16 Plätze auf Rang 64. Und Bremen (78,9 Punkte) setzt seinen Aufstiegskurs fort: plus 13 Plätze auf Rang 29 – und damit von Platz 71 auf Platz 29 binnen zwei Jahren. Das ist zugleich die beste Platzierung, die Bremen im Smart City Index bisher erreicht hat.

Hidden Champions der Digitalisierung

Ein Blick in die einzelnen Kategorien zeigt, dass die Stärken breit verteilt sind. In der Verwaltung teilen sich Nürnberg und Krefeld mit jeweils der vollen Punktzahl von 100 den ersten Platz. Bei Energie und Umwelt liegt Stuttgart mit 87,7 Punkten vorn, bei IT und Kommunikation Hamburg mit 96,0 Punkten, bei der Mobilität ebenfalls Hamburg mit der Höchstpunktzahl von 100, und bei Gesellschaft und Bildung setzt sich Darmstadt mit 98,8 Punkten durch.

Auch andere Städte schneiden in Einzelbereichen deutlich besser ab als in der Gesamtwertung: Osnabrück erreicht bei IT und Kommunikation Platz 3 (gesamt: 24), Braunschweig bei Energie und Umwelt Platz 3 (gesamt: 23), Berlin bei der Mobilität Platz 4 (gesamt: 33), Kiel bei IT und Kommunikation Platz 7 (gesamt: 40) und Gelsenkirchen in derselben Kategorie Platz 8 (gesamt: 46). Magdeburg verbessert sich bei Gesellschaft und Bildung um 40 Plätze auf Rang 12, im Gesamtranking steht die Stadt auf Platz 73.

Best Practices

Dortmund hat ein flächendeckendes Klima-Messnetz mit 76 Stationen im gesamten Stadtgebiet aufgebaut, das die Hitzebelastung erfasst und über ein interaktives Dashboard sichtbar macht. Damit lassen sich Hitzeereignisse früher erkennen und besonders betroffene Quartiere gezielt identifizieren. Solingen wiederum schließt mit dem Pilotprojekt SMARTKRIS eine Lücke in der Krisenkommunikation: Bisherige Warn-Apps informieren vor allem über Beginn und Ende einer Krisenlage. Künftig sollen auch die Fragen dazwischen beantwortet werden – mit ortsspezifischen Informationen, Ansprechpartnern und Hotline-Nummern für die Menschen vor Ort.

Über den Smart City Index

Analysiert und bewertet wurden alle 83 deutschen Städte mit einer Bevölkerung von 100.000 oder mehr. Untersucht wurden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Bei der Datenerhebung wurden die Kommunen aktiv einbezogen.

Quelle: Pressemitteilung