Zukunft der Impfkampagne
11.08.2021

"Wir müssen die Unentschlossenen überzeugen und Jüngere erreichen"

Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, zu den Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz

Der Deutsche Städtetag unterstützt den Appell von Bund und Ländern für eine höhere Impfquote. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sagte nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Dienstag:

"Die Städte unterstützen den Appell von Bund und Ländern: Wir brauchen höhere Impfquoten. Wir müssen die Unentschlossenen überzeugen und Jüngere erreichen. Die Impfzentren und ihre mobilen Teams werden an vielen Orten in der Stadt weiter impfen: auf dem Marktplatz, vorm Baumarkt oder im Club. Unkompliziert und oft auch ohne Termin. Die Städte werden diese kreativen Angebote mit ganzer Kraft weiter anbieten und neue erfinden.

Die Impfkampagne muss aber auch im Herbst und Winter weitergehen, wenn die meisten Impfzentren schließen. Dann sind viele Auffrischungsimpfungen fällig und Impfungen für Kinder ab 12 Jahren weiter nötig.

Wir erwarten, dass die Länder jetzt zügig klären, welche konkrete Rolle die Städte beim Impfen künftig übernehmen sollen und wie diese Impfangebote finanziert werden.

Die Städte finden es auch richtig, dass die Zeit der kostenlosen Tests für alle Mitte Oktober zu Ende geht. Testmöglichkeiten für diejenigen, die sich nicht impfen lassen können, werden natürlich weiter kostenfrei gebraucht."