Frostschäden an Straßen
11.02.2026

"Geld für die umfassende Sanierung fehlt vielerorts"

Städtetags-Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt gegenüber dem Spiegel

"Erst mit dem Ende der kalten Witterung werden die Frostschäden an unseren Straßen, Rad- und Fußwegen vollständig sichtbar. Wie in jedem Jahr beginnen dann die Reparaturen, damit der Verkehr sicher laufen kann. Aber nicht überall sind die Schäden nur oberflächlich. Der Winter im Off-On-Modus mit sich abwechselnden Frost- und Wärmephasen führt dazu, dass die Schlaglöcher hier und da größer ausfallen als sonst. Manche Straße kann nur noch übergangsweise geflickt werden.

Bereits jetzt ist absehbar, dass die Städte in diesem Jahr mehr und länger damit zu tun haben werden, Frostschäden auf den Straßen zu beseitigen. Derzeit ist es noch zu früh, um die Kosten der Reparaturen abzuschätzen.

Wo grundlegende Straßensanierungen aus finanziellen Gründen jahrelang verschoben werden mussten, wird es besonders schwierig werden. Eine notdürftige Reparatur wird oft nicht mehr ausreichen, aber das Geld für die umfassende Sanierung fehlt vielerorts ebenfalls.

Die kommunale Haushaltslage ist flächendeckend dramatisch. Die Defizite der Kommunen liegen flächendeckend auf Rekordniveau. In diesem Jahr werden die Kommunen mindestens mit 32 Milliarden Euro im Minus sein – Tendenz in den kommenden Jahren steigend.

Auch der Sanierungsstau bei kommunalen Straßen wächst wieder. Das KfW-Kommunalpanel 2025 beziffert den derzeitigen Investitionsbedarf für die Sanierung von Straßen auf gut 53 Milliarden."

Zum Spiegel-Bericht mit den Äußerungen von Christian Schuchardt