Ausgezeichnete Projekte zeigen Wege aus der Wohnungsbaukrise
Bei einer festlichen Preisverleihung wurden am 29. Juni 2026 auf dem EUREF-Campus in Berlin die Preise des Wettbewerbs zum Deutschen Bauherrenpreis 2026 vergeben. Der Deutsche Bauherrenpreis steht traditionell unter dem Motto "Hohe Qualität – tragbare Kosten" und feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Prämiert werden zukunftsweisende und innovative Beispiele, die den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden und übertragbare Lösungen für bezahlbares, qualitätsvolles und nachhaltiges Wohnen anbieten.
Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 176 Projekte deutschlandweit für den Deutschen Bauherrenpreis beworben. Darunter befinden sich Neubauten, Modernisierungen, Umbauten sowie Projekte des Bauens im Bestand. Aus der Vielzahl der Einreichungen wurden 30 Projekte für den begehrten Preis nominiert. Die interdisziplinär zusammengesetzte Jury unter dem Vorsitz von Jörn Walter, ehemaliger Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, zeichnete insgesamt fünf Projekte mit dem Deutschen Bauherrenpreis aus.
Drei weitere Beiträge erhielten von der Jury einen Sonderpreis. Mit diesen Sonderpreisen wurden Projekte gewürdigt, die in besonderer Weise beispielhafte Antworten auf zentrale Zukunftsfragen des Wohnungsbaus geben – von der Sicherung sozialer Infrastruktur über die Weiterentwicklung bestehender Quartiere bis hin zur Revitalisierung vorhandener Gebäudestrukturen.
"Der Mut, Gewohntes zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, ist der Schlüssel für den Wohnungsbau von morgen. Seit 40 Jahren zeichnet der Deutsche Bauherrenpreis Projekte aus, die zeigen: Gute Architektur, Innovation und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch. Die klügsten Lösungen sind oft nicht die aufwendigsten, sondern die am besten durchdachten. Die diesjährigen Preisträger zeigen: Es geht. Genau solche Projekte brauchen wir als Vorbild für den Wohnungsbau von morgen", sagt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Uwe Conradt, Oberbürgermeister der Stadt Saarbrücken und Vizepräsident des Deutschen Städtetages, sagt:
"Der Deutsche Bauherrenpreis beweist jedes Mal aufs Neue, dass Projekte mit hoher Qualität zu tragbaren Kosten möglich sind. Die Vielfalt und Lösungsansätze sind dabei beeindruckend. Gemeinsam wollen wir sie publik machen und zur Nachahmung anregen. Damit es aber nicht nur bei den einzelnen guten Beispielen bleibt, sondern alle Projekte diesen Standard erfüllen können, benötigen die Kommunen weitere Erleichterungen im Bau- und Planungsrecht, eine verbesserte Förderpolitik und weniger starre Standards. Alle Faktoren müssen zusammen gedacht und angepasst werden, damit wir das Ziel – mehr bezahlbarer Wohnraum – erreichen."
"Der Deutsche Bauherrenpreis zeigt seit vier Jahrzehnten, dass qualitätsvolles Wohnen zu tragbaren Kosten möglich ist. Die ausgezeichneten Projekte sind ermutigende Beispiele dafür, wie bezahlbares und zugleich architektonisch, sozial und ökologisch hochwertiges Wohnen gelingen kann. Sie setzen starke Impulse für lebenswerte Städte und Quartiere. Gleichzeitig dürfen solche Projekte künftig nicht zur Ausnahme werden. Dafür müssen sich die Rahmenbedingungen für bezahlbaren Wohnungsbau endlich spürbar verbessern: Bau- und Finanzierungskosten müssen sinken, Planungs- und Genehmigungsverfahren einfacher werden und die Förderkulisse muss verlässlich genug sein, damit bezahlbarer Neubau wieder in der Breite möglich wird", sagt Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.
"Der Deutsche Bauherrenpreis ist wichtig, weil er beweist, dass qualitätsvoller und bezahlbarer Wohnungsbau funktioniert. Er zeichnet diejenigen aus, die den Mut aufbringen, diese Aufgabe anzugehen – weil ihnen Qualität ein unverzichtbares Anliegen ist", sagt Alexander Poetzsch, Präsident des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA.
Der Deutsche Bauherrenpreis ist der wichtigste Preis im deutschen Wohnungsbau und wird von den drei auslobenden Verbänden GdW, BDA und Deutscher Städtetag, die sich zur AG KOOP zusammengeschlossen haben, bereits seit 1986 vergeben. Neben dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wird der Preis auch vom bdla Bund Deutscher Landschaftsarchitekt gefördert. Der Preis würdigt die besondere Verantwortung von Bauherren für wirtschaftliche, gestalterische, ökologische und soziale Qualität im Wohnungsbau und macht übertragbare Lösungen für die Praxis sichtbar.
Zu den Gewinnern des Deutschen Bauherrenpreises 2026
Weitere Informationen zum Deutschen Bauherrenpreis sowie die ausführliche Dokumentation finden Sie hier: www.deutscherbauherrenpreis.de
Fotos zum Download in Druckauflösung finden Sie hier.
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