Bundesregierung muss bei Notfallreform nachbessern
Hilfsorganisationen vom Deutschen Roten Kreuz bis zur ADAC-Luftrettung haben heute mit einer Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin deutlich gemacht: Es braucht Korrekturen an der geplanten Reform der Notfallversorgung der Bundesregierung. Der Deutsche Städtetag und der Deutsche Landkreistag haben die Aktion unterstützt.
Für den Deutschen Städtetag ist klar: Die geplante Notfallreform darf nicht dazu führen, dass Krankenhäuser oder Rettungsdienste mittelbar zusätzlich belastet werden – und damit unterm Strich vielerorts auch die Städte.
Die Aufgaben von Rettungsdiensten werden umfangreicher und komplexer: Hitzeschutz, Extremwetter und der Schutz der Bevölkerung in unterschiedlichen Krisenszenarien – dafür braucht es eine verlässliche und sichere Finanzierung, die auch Vorhalte- und Investitionskosten abdeckt. Die Infrastruktur der Rettungsdienste darf nicht auf Kante genäht sein. Sie muss auch in Katastrophen- und Krisenfällen mit vielen Verletzten funktionieren. Die Vorhalte- und Investitionskosten sollten deshalb ausdrücklich im Gesetz zur Reform der Notfallversorgung erwähnt werden.
An der von Deutschem Städtetag und Deutschem Landkreistag unterstützten Aktion haben die ADAC-Luftrettung, der Arbeiter-Samariter-Bund, der Deutsche Feuerwehrverband, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die DRF Luftrettung, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Johanniter Luftrettung sowie der Malteser Hilfsdienst teilgenommen.