Hochwasserlage
31.12.2023

"In der Vergangenheit ist beim Katastrophenschutz zu viel gespart worden"

Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

Mit Blick auf die aktuelle Hochwasserlage fordert der Deutsche Städtetag von Bund und Ländern, die Mittel für den Katastrophenschutz deutlich auszubauen. Außerdem müssten die Kommunen in Zukunft stärker in die Arbeit des Gemeinsamen Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz von Bund und Ländern eingebunden werden.

Dazu sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:

  • Porträtbild von Helmut Dedy

"Die Einsatzkräfte in den Hochwassergebieten, darunter viele Ehrenamtliche, haben in den vergangenen Tagen enorm viel geleistet. Sie verdienen unseren größten Respekt, sie verdienen aber auch die bestmögliche Ausstattung und Infrastruktur.

Bund und Länder müssen die Mittel für den Hochwasser- und Katastrophenschutz wieder deutlich ausbauen – und zwar dauerhaft und nicht ad hoc über Sonderprogramme.

In der Vergangenheit ist beim Katastrophenschutz zu viel gespart worden. Der Katastrophenfall ist nicht der Normalfall, aber Katastrophenfälle wie Hochwasser, Stürme oder Waldbrände im Sommer werden zunehmen.

In Zukunft müssen alle Ebenen bei Katastrophenfällen noch besser und enger zusammenarbeiten. Das 2022 eingerichtete Gemeinsame Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz ist ein erster Ansatz. Es kann aber nur gut funktionieren, wenn auch die Kommunen viel stärker als bisher und auf Augenhöhe eingebunden werden. Der konkrete Katastrophenschutz findet vor Ort statt. Und vor Ort lässt sich die Lage am besten beurteilen."

Leiterfahrzeug einer Freiwilligen Feuerwehr

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