Für eine nachhaltige digitale Infrastruktur
Die digitale Ausstattung der Schulen in Deutschland ist bildungspolitisch notwendig und Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit sowie gesellschaftliche Teilhabe. Studien wie ICILS 2023 zeigen jedoch einen Rückgang digitaler Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern und eine besonders ungleiche Verteilung der Leistungen. Digitale Bildung hängt zu stark vom Standort ab – ein wachsender "Digital Divide" ist die Folge.
Unter den bestehenden Rahmenbedingungen können kommunale Schulträger eine flächendeckende, nachhaltige digitale Bildungsinfrastruktur nicht garantieren. Digitale Bildung droht damit zur Standortfrage nach Kassenlage zu werden, mit Folgen für Chancengleichheit, demokratische Teilhabe und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Nachhaltiger Kompetenzerwerb erfordert eine dauerhafte Verankerung im Lernalltag sowie eine klare Arbeitsteilung zwischen Ländern und Kommunen.
Im Positionspapier "Für eine nachhaltige digitale Bildungsinfrastruktur" hat der Deutsche Städtetag einen Vorschlag für dauerhafte Finanzierung und Vereinbarungen zu Standards formuliert. Notwendig sind unter anderem verbindliche Vereinbarungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu Roll-out, Finanzierung und Ausstattungsschlüsseln über alle Schulstufen hinweg. Ein gleichberechtigter Zugang für alle Kinder und Jugendlichen muss gesichert und die Finanzierung der Endgeräte geklärt werden. Zudem braucht es einen verbindlichen Softwarekatalog, valide Folgekostenabschätzungen und eine Vollkostenrechnung als Grundlage einer nachhaltigen Finanzierung einschließlich Infrastruktur, Supportstrukturen und landesweiter Lernsysteme.
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Positionspapier des Deutschen Städtetages