28
Apr
2026
Deutscher Städtetag | AKG | consus.health | EKK | HC&S

Save the date: Kommunales Krankenhaus – quo vadis?

Follow-up der erfolgreichen Krankenhaus-Veranstaltung von September 2024 zur Lage und Perspektive der Krankenhäuser
28
Apr
2026

Ansprechpartner/in

Anja Patzki

Im Anschluss an unsere erfolgreiche Krankenhaus-Veranstaltung am 23. September 2024 möchten wir gemeinsam mit der AKG, der EKK plus und HC&S am 28. April 2026 in Berlin eine weitere Veranstaltung zur Lage und Perspektive der Krankenhäuser durchführen.

Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Umsetzung der Krankenhausstrukturreform und der aktuellen gesundheitspolitischen Weichenstellungen möchten wir die sich weiter zuspitzende Lage der stationären Versorgung vertieft analysieren. Dabei stehen sowohl die Entwicklungen in Bund und Ländern als auch die Auswirkungen der Reform und der strukturellen Unterfinanzierung der Krankenhäuser im Mittelpunkt. Beleuchten möchten wir vor allem auch die Frage der Nachfolgenutzung von Krankenhäusern, die ihren Betrieb aufgeben werden.

Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat ihr Kommen bereits zugesagt.

Der genaue Programmablauf und Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze an dieser Stelle.

Mehr Informationen zu den Veranstaltern

Städte prägen den Alltag – bei uns tauschen sie sich aus

Im Deutschen Städtetag haben sich rund 3.200 Städte und Gemeinden mit rund 53 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Das sind Städte von Aachen bis Zwickau, darunter alle Landeshauptstädte, die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen – und natürlich auch viele kleinere Städte. Der Deutsche Städtetag ist die Stimme der Städte.

Zu einer starken Infrastruktur für Gesundheit in den Städten gehören die kommunalen Krankenhäuser. Um sie zu stärken, muss der Bund ihre Finanzierung auf eine feste Basis stellen. Nur so kann es gelingen, die strukturelle Unterfinanzierung, den Investitionsstau und den immensen Fachkräftemangel in den Krankenhäusern abzubauen.

Regionale Versorgung neu denken

Das Zielbild der Reformpolitik unter dem amtierenden Gesundheitsminister trägt eine eindeutige Handschrift: Regional abgestimmte Versorgung auf Basis ineinandergreifender Prozesse über einzelne Institutionen hinweg.

Die Versorgungslevel erleichtern die Rollenverteilung in der Zusammenarbeit vor Ort. Die Vorhaltefinanzierung trägt dazu bei, auch neuen Versorgungsrollen eine tragfähige wirtschaftliche Grundlage zu geben und die Zusammenarbeit mit anderen Leistungserbringern zu erleichtern, weil der Wettbewerb um den einzelnen Patienten abgemildert wird. Die vorgesehene Koordinierungsfunktion hat das Potential die PatientInnensteuerung in den Regionen neu zu denken. Gleichzeitig sorgen Telemedizin und datenbasierte Lösungen für neue Versorgungsmöglichkeiten durch zeitlich sowie örtlich unabhängige Verfügbarkeit von medizinischer Expertise.

Um diese Chancen zu nutzen, sollten Krankenhäuser und Leistungserbringer einer Region über alle Trägergruppen hinweg in einen mutigen und kreativen Dialog über gemeinsam getragene und lokal angepasste Netzwerkstrukturen eintreten.

Wirtschaftliche Vorteile durch gemeinsames Handeln

Nicht erst mit der Corona-Pandemie hat sich der klinische Einkauf vom reinen Bestellabwickler zum strategischen Materialbeschaffer und Prozessgestalter entwickelt.

Neben der strukturellen Transformation der Kliniklandschaft sehen sich die Krankenhäuser in Deutschland in Zeiten geopolitischer Krisen mit stockenden oder kollabierenden Lieferketten, und teilweise explodierenden Kosten ausgesetzt. Die strukturellen, regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen, die damit auf Kliniken auch künftig zukommen werden, sind für ein einzelnes Krankenhaus allein weder personell noch finanziell zu stemmen.

Das Konzept der Einkaufsgemeinschaft ist heute so aktuell und bedeutsam wie zur Zeit der Gründung der EKK vor gut 25 Jahren auf Initiative des Städtetages. Mit Blick auf den wachsenden Fachkräftemangel und neue Technologien erweitert sich das Tätigkeitsfeld der EKK plus als Dienstleister der kommunalen Krankenhäuser. Dabei machen wir die vorhandene Expertise unserer Mitglieder für die kommunale Gemeinschaft nutzbar und stärken die regionale Zusammenarbeit zwischen unseren Mitgliedern.

Wirtschaftliche Potentiale heben und dem Fachkräftemangel begegnen

Kaum ein Krankenhaus in Deutschland kann seine offenen Stellen vollständig besetzen. Dies gilt sowohl für den therapeutischen Bereich (Ärzte, Pflegekräfte, Medizinisch-technischer Dienst, etc.) als auch für die Administration. Ziel muss es also sein, die „weißen Berufe“ von vermeidbarem Zeitverlust aufgrund schlechter Prozesse zu befreien. Dies kann durch die Einführung zeitgemäßer digitaler Lösungen gelingen, die eine echte Entlastung darstellen und die Attraktivität des Arbeitsplatzes steigern. Es muss aber auch verstanden werden, dass in zahlreichen administrativen Bereichen nicht nur kein Fachpersonal mehr gefunden wird, sondern die Vorhaltung gar nicht wirklich notwendig ist. Nicht jeder Klinikstandort benötigt ein eigenes Controlling, einen eigenen Einkaufsleiter, Medizincontroller, Finanzleiter, Budgetverhandler und ähnliches, wenn eine kluge, über den Standort hinaus gehende, Lösung möglich ist. Die privaten Träger leben dies bereits seit vielen Jahren vor, bündeln ihre Leistungen und setzen regional oder zentral ausschließlich Voll-Profis für die jeweiligen Bereiche ein.

Liquiditäts- und Kostenmanagement sind das Gebot der Stunde. Das liegt vielen der etablieren Geschäftsführern nicht. Bürgermeister sind in der aktuellen Krise daher gut beraten, auf externe Managementprofis zu setzen. Die Erfahrungen zeigen, dass durch die trägerübergreifende Zusammenlegung von Services -ob kurzfristiges Interimsmanagement oder langfristige Managementpartnerschaft- nicht nur Kosten gesenkt werden können, sondern die Qualität erheblich steigen kann. Noch vor wenigen Jahren erforderte eine derartige Erwägung eine Portion politischen Mutes. Heute ist sie aufgrund des Personalmangels häufig die letzte -gleichwohl eine sehr kluge- Wahl. Standort und Trägerschaft können so schließlich gesichert werden.