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Handreichung 05.10.2026

Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe im Stadtraum

Praktische Werkzeuge für eine zeitgemäße Aufarbeitung und den Umgang mit kolonialem Erbe in den Kommunen

Lange Zeit fristete die koloniale Vergangenheit eher ein Schattendasein im kollektiven Gedächtnis und in der öffentlichen Erinnerungskultur in den Städten. Seit den 2000er-Jahren jedoch treiben zivilgesellschaftliche Initiativen die kritischen Debatten zur deutschen Kolonialgeschichte und zu deren Folgen maßgeblich voran. 

Die Städte unterstützen diese Prozesse und arbeiten die lokalhistorischen Bezüge zum Kolonialismus auf. So werden beispielsweise Denkmäler oder koloniale Straßennamen hinterfragt, umgestaltet oder umbenannt – neue Erinnerungskonzepte, die den Kolonialismus kritisch aufarbeiten, werden entwickelt. Die unterschiedlichen Perspektiven sind dabei entscheidend: Stimmen von Nachfahren ehemals Kolonisierter müssen ebenso Gehör finden wie Ergebnisse historischer Forschung und zivilgesellschaftliche Diskurse. 

Diese Handreichung des Deutschen Städtetages bietet praktische Werkzeuge für eine zeitgemäße Aufarbeitung des kolonialen Erbes in den Kommunen. Sie knüpft an bestehende Ansätze an, fördert die strukturierte Auseinandersetzung und formuliert Forderungen an Bund und Länder. Die Aufarbeitung des Kolonialismus ist nicht nur eine Frage des Andenkens an die Opfer, sondern auch der Gegenwart: Sie fordert uns heraus, unsere historische Verantwortung aktiv zu gestalten und bis heute nachwirkende Folgen des deutschen Kolonialismus kritisch zu reflektieren.

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