"Wir können die Innenstädte nicht zu Festungen umbauen"
Jung sagte weiter:
"Wir sind in diesen schweren Stunden dankbar für den großen Zusammenhalt, den die Leipziger Stadtgesellschaft gleich nach der Tat gezeigt hat. Viele Bürgerinnen und Bürger haben spontan Hilfe geleistet, Solidarität bekundet, Mitgefühl geäußert. Und auch der Polizei und den Rettungskräften gilt unser Dank für ihren außerordentlichen Einsatz.
Dankbar sind wir auch für die vielen Solidaritätsbekundungen, die wir aus Städten in ganz Deutschland und weltweit erhalten haben. Das gibt uns Kraft und zeigt uns: Städte sind Orte des Miteinanders und Füreinanders. Das werden wir uns auch durch diese schreckliche Tat nicht nehmen lassen. Unsere Städte müssen Orte des Zusammenlebens bleiben, in denen man sich nicht ständig mit Misstrauen begegnet.
Deshalb tun die Städte in Deutschland ihr Bestes, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Klar ist aber auch: Wir können die Innenstädte nicht zu Festungen umbauen. Sie müssen Orte des Miteinanders und der Begegnung bleiben.
Bei den Sicherheitsvorkehrungen wägen die Städte deshalb sehr genau ab. Sie arbeiten vor Ort eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen, um zu entscheiden, wo Barrieren und Poller sinnvoll sind für einen besseren Schutz. Zur Sicherheit in Städten gehört aber auch, dass wir Wege für Rettungs- und Einsatzkräfte freihalten müssen."