Öffentlichkeitsarbeit der Städte
13.01.2026

Social Media "kein Nice-to-have"

Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gegenüber der Augsburger Allgemeinen zur Öffentlichkeitsarbeit der Städte

"Die Städte haben eine Informationspflicht gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern und diese Pflicht erfüllen sie mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat sich die Mediennutzung der Menschen erheblich verändert und ist deutlich vielfältiger und differenzierter geworden. Ein erheblicher Teil der jungen Menschen informiert sich online und in Social Media über aktuelle Nachrichten und Politik, manche sogar ausschließlich. Auch gegenüber diesen Menschen müssen Kommunen ihrem Informationsauftrag nachkommen.

Dass Städte verstärkt online und in den sozialen Netzwerken präsent sind, ist deshalb kein Nice-to-have, sondern als Ausdruck der kommunalen Selbstverwaltung sogar ihre Pflicht.

Wenn die Mediennutzung der Menschen differenzierter wird, müssen auch die Städte über unterschiedliche Kanäle informieren. Früher reichten vielleicht ein Amtsblatt und eine Pressestelle aus. Heute genügt das nicht mehr, um unseren Informationsauftrag gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu erfüllen. Natürlich braucht es dafür dann auch zusätzliche personelle Ressourcen.

Zum Informationsmix der Städte gehören heute viele unterschiedliche Kommunikationswege. Die örtlichen Medien und Lokalredaktionen gehören auf jeden Fall zentral dazu." Schuchardt weiter:

"Viele Städte achten bewusst darauf, Neuigkeiten aus dem Rathaus erst den lokalen Medien zur Verfügung zu stellen, bevor sie selbst darüber berichten. Die Städte haben großes Interesse an einer vielfältigen Medienlandschaft vor Ort."

Zum Artikel mit den Aussagen von Christian Schuchardt auf www.augsburger-allgemeine.de