"Stimme der jungen Generation muss in der Politik Gewicht haben"
Die Initiative "Gen Z regelt" ruft in rund 30 Städten zu Demonstrationen auf. Dabei wollen junge Menschen unter anderem für einen stärkeren Klimaschutz, für bessere Schulen und Bildungschancen, gegen steigende Lebenshaltungskosten sowie gegen die Einführung einer Wehrpflicht protestieren.
Zu den geplanten Protesten sagte Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, der Funke Mediengruppe:
"Eine Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Meinung äußern, Entscheidungen hinterfragen und Veränderungen einfordern. Wenn junge Menschen am 31. Oktober demonstrieren, wollen sie ihre Zukunft mitgestalten. Ihre Forderungen verdienen Gehör und ihre Sorgen müssen ernst genommen werden. Ich erwarte, dass sie ihre Anliegen selbstverständlich friedlich auf die Straße tragen können. Protest gehört zu einer lebendigen Demokratie. Gewalt darf dabei keinen Platz haben. Genauso wenig darf der Blick auf mögliche Ausschreitungen dazu führen, dass die berechtigten Anliegen der Jugendlichen in den Hintergrund geraten.
Wer sich Sorgen um Bildung, soziale Sicherheit, bezahlbares Wohnen oder die eigene Zukunft macht, erwartet zu Recht, dass die Politik zuhört und handelt. Es reicht nicht, junge Menschen zur Beteiligung aufzurufen. Sie müssen auch erleben, dass ihre Perspektiven politische Entscheidungen beeinflussen.
Die junge Generation ist nicht nur die Zukunft unseres Landes. Sie ist Teil unserer Gesellschaft heute. Ihre Fragen verdienen Antworten – und ihre Stimme muss in der Politik Gewicht haben."