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Galeria-Standorte 24.07.2026

"Keine Abwärtsspiralen für betroffene Innenstadtquartiere beginnen"

Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gegenüber der Funke Mediengruppe

"Noch ist die über die Zukunft der einzelnen Standorte nicht abschließend entschieden.

Wichtig ist, dass die Städte schnell in die Gespräche zur Zukunft der Filialen eingebunden werden. Schon in der Vergangenheit hat sich das bewährt, um passende und individuelle Lösungen für die Standorte und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.

Jeder Standort steht vor sehr individuellen Herausforderungen. Aber natürlich hat Galeria übergeordnet mit der zunehmenden Konkurrenz durch den Online-Handel zu kämpfen. Dies senkt Umsatz- und Ertragskraft und mittelbar die Rendite für mögliche Investitionen in einzelne Standorte. Bei vielen Filialen sind aus Sicht von Galeria auch hohe Mietforderungen und Vertragslaufzeiten der Immobilien-Eigentümer der Knackpunkt. Am besten wäre es natürlich, wenn es eine tragfähige Lösung mit den Vermietern gibt und Standorte eins zu eins erhalten bleiben. Für den Fall, dass das nicht möglich ist, wollen die Galeria-Eigentümer auch Umzüge in andere Immobilien oder Neueröffnungen prüfen.

Sollten im Fall der Fälle einzelne Filialen nicht erhalten werden können, braucht es zügige und schlüssige Konzepte für die Folgenutzung, damit keine Abwärtsspiralen für betroffene Innenstadtquartiere beginnen.

Die Transformation der Innenstädte ist aber kein Selbstläufer. Städte, Handel, Immobilienwirtschaft und die Stadtgesellschaft sind gefordert, gemeinsam neue tragfähige Konzepte auf den Weg zu bringen. Das braucht Ideen, Planung, Ausdauer, aber eben auch die nötigen finanziellen Mittel. Deshalb müssen aus Sicht des Städtetages Bund und Länder ihre Innenstadt-Programme weiterentwickeln – und Förderprogramme so konzipieren, dass ganzheitliche Lösungen, bei denen sowohl private Investitionen als auch öffentliche zusammenwirken können, stärker gefördert werden als bisher."

Zu einem Artikel mit den Aussagen von Christian Schuchardt auf www.abendblatt.de