Akkus und Batterien im Hausmüll
05.01.2026

"Täglich Brände auf Recyclinghöfen oder in Müllfahrzeugen"

Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gegenüber der Rheinischen Post

Die Städte fordern den Bund auf, gegen immer mehr Brände durch alte Batterien und Akkus bei der Abfallentsorgung vorzugehen. Nötig sind wirksame Maßnahmen, die das Problem an der Quelle bekämpfen. Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, sagte dazu der Rheinischen Post:

"Täglich lösen alte und defekte Batterien und Akkus Brände auf städtischen Recyclinghöfen oder in Müllfahrzeugen aus. Die Ursachen sind einfach: In immer mehr Gegenständen sind Kleinstbatterien verbaut und immer häufiger landen Akkus und Batterien im Hausmüll.

Brände auf Recyclinghöfen oder gar in fahrenden Müllfahrzeugen gefährden Leib und Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zusätzlich werden auch Abfallanlagen, Fahrzeuge oder Mülltonnen beschädigt und zerstört. Damit wird auf Dauer die Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger aufs Spiel gesetzt.

Zudem führen die Schäden dazu, dass Versicherungsprämien für die Betriebe in die Höhe schnellen oder Anlagen gar nicht mehr versichert werden.

Die Städte fordern vom Bund, das Problem endlich wirksam an der Quelle zu bekämpfen.

In Frankreich und Belgien wurde dies bereits umgesetzt und dort beispielweise Einweg-E-Zigaretten verboten. Deutschland hat diese Chance mit dem unlängst beschlossenen Gesetz für Elektroaltgeräte leider vertan. Deshalb muss der Bund jetzt mit wirksamen Regelungen nachbessern.

Notwendig ist dafür, dass auch der längst geplante Runde Tisch zum Thema Brände im Bundesumweltministerium seine Arbeit aufnimmt. Wir müssen gemeinsam zu wirksamen Lösungen kommen. Und wir brauchen auch eine Antwort, wie der Versicherungsschutz für die Anlagen erhalten werden kann.

Immerhin ist es gut, dass die Hersteller inzwischen mehr finanzielle Mittel für die Verbraucheraufklärung bereitstellen – dieser Weg muss fortgesetzt werden."

Zum Artikel mit den Aussagen von Christian Schuchardt auf rp-online.de