Städte erarbeiten Krisenpläne
12.07.2022

Energiesparen ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft

Ein Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit Aussagen von Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages

Angesichts einer möglicherweise drohenden Energie-Knappheit im Winter arbeiten die Städte an Krisenplänen und prüfen Maßnahmen zum Einsparen von Gas, die jetzt schon umgesetzt werden sollen.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages:

"Falls Deutschland der Gashahn abgedreht wird, gehören Privathaushalte zu den besonders geschützten Kunden - bei ihnen würde also erst als Letztes Energie rationiert."
Verena Göppert stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages

Noch besser wäre es, wenn die Gas-Vorräte reichen und Einschränkungen überhaupt nicht notwendig würden.

Energie einzusparen sei in der aktuellen Situation eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Die Städte prüften daher aktuell viele kurzfristige Einsparmaßnahmen, sagte Göppert. Sie "lassen etwa Beleuchtungen aus, verzichten auf warmes Wasser in öffentlichen Gebäuden, schalten Brunnen ab, temperieren Klimaanlagen und Badewasser anders".

Zusätzlich erarbeiteten die Städten mit ihren Krisenstäben und den kommunalen Versorgern Krisenpläne für den Fall, dass der Bund die Notfallstufe Gas ausrufen und Gas rationiert werden sollte, hieß es vom Städtetag. Hierzu finde auch eine enge Abstimmung mit Bund, Ländern und der Bundesnetzagentur statt. Göppert betonte: "Klar ist dabei: Niemand soll im Winter frieren müssen."

Mit freundlicher Genehmigung der dpa, Deutsche Presse-Agentur, Hamburg, www.dpa.de

Zum vollständigen dpa-Beitrag auf www.sueddeutsche.de