Access-Keys:

A A A

15.04.2020

Deutscher Städtetag für bundesweites Konzept für stufenweise Lockerungen - Vorlaufzeit für Schulen und Kitas wichtig

Statement von Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, gegenüber der Funke Mediengruppe zum Thema Lockerung von Beschränkungen

"Derzeit wird nur ein sehr kleiner Teil der Kinder – schätzungsweise unter 5 Prozent – im Rahmen der Notbetreuung in Kitas und Tagespflege betreut. In die Kinderbetreuung wird nur schrittweise wieder eingestiegen werden können. Naheliegend ist, erst einmal mit einer geringeren Zahl von Kindern zu beginnen. Dafür könnte man sich zum Beispiel an Berufsgruppen der Eltern orientieren, Alleinerziehende besonders berücksichtigen oder auch stufenweise nach dem Alter der Kinder vorgehen. Der Vorschlag der Leopoldina, zunächst nur die 5- bis 6-Jährigen wieder in die Kitas aufzunehmen, kann Teil einer Stufenlösung sein.

Wir appellieren an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten, bei ihren Beratungen ein bundesweites Konzept für stufenweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen zu verabreden. Die Menschen müssen wissen, woran sie sind und die Regelungen verstehen und nachvollziehen können. Deshalb ist eine bundesweite Basis auch für die große Zahl der Schulen und Kitas wichtig. Für die Kitas zum Beispiel wäre es unglücklich, wenn in einem Land die 5- bis 6-Jährigen in Kürze wieder betreut werden und in einem Nachbarland die 3- bis 4-Jährigen. Das würde sofort Fragen aufwerfen, was denn nun besser ist für die Corona-Bekämpfung und für die Kinder.

Der nächste Punkt ist, wann die Lockerungen in Kraft treten. Damit die Städte alles vorbereiten können, appellieren wir an die Länder, die Kommunen frühzeitig über geplante Schritte zur Rückkehr zur Normalität zu informieren. Denn wir brauchen Vorlaufzeit, damit wir die Regelungen praktisch umsetzen können. Bei den Schul- und Kita-Konzepten müssen die Kommunen mit ihrem Sachverstand besonders eng eingebunden werden.

Für die Kitas müssen wir uns bewusst sein: Abstandhalten funktioniert naturgemäß bei kleinen Kindern und ihrer Betreuung nicht. Das macht auch die Leopoldina deutlich.

Beim Wiedereinstieg ist aber auch zu beachten, dass ein Teil der Erzieherinnen und Erzieher und der Tagespflegepersonen Risikogruppen angehören. Sie sind zum Teil über 60 Jahre alt oder leiden unter Vorerkrankungen. Viele von ihnen werden zunächst nicht wie gewohnt arbeiten können. Auch Kinder und ihre Familien selbst können zu den Risikogruppen gehören, weil sie unter Vorerkrankungen leiden.

Wir werden wahrscheinlich deutlich kleinere Gruppen in den Kitas bilden müssen und weniger Personal haben. Deshalb müssen in den Ländern schnell Pläne entwickelt werden, wie die Kitas personell unterstützt werden können. Die gewohnten Gruppenstrukturen in den Kindertagesstätten werden eine Zeit lang nicht ohne weiteres funktionieren. Da werden auch die Kita-Träger vorübergehend umplanen müssen.

Im Ergebnis werden wir vorübergehend flexibler mit den Personalschlüsseln umgehen müssen. Zum einen muss geklärt werden, wie viel Personal verfügbar ist. Zum anderen wird der Betreuungsbedarf davon abhängen, wann und in welcher Stufenfolge die jetzigen Beschränkungen gelockert werden.

Kindern mit Erkältungssymptomen muss weiterhin der Zutritt zur Kita verwehrt werden. Die Eltern sollten hier so verantwortungsbewusst sein, die Betreuung freiwillig nicht zu nutzen, wenn ihr Kind Symptome wie Fieber oder Husten zeigt."

Schwerpunkte

  • Verkehr, nachhaltige Mobilität und Luftreinhaltung Mehr
  • Wohnungsmangel und Wohnungsbau Mehr
  • Kommunale Finanzlage und Grundsteuer Mehr
  • Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr

Aachen Aalen Amberg Annaberg-Buchholz Ansbach Aschaffenburg Auerbach/Vogtland Augsburg Bad Kreuznach Bad Reichenhall Baden-Baden Bamberg Baunatal Bautzen Bayreuth Berlin Biberach an der Riß Bielefeld Bocholt Bochum Bonn Bottrop Brandenburg an der Havel Braunschweig Bremen Bremerhaven Castrop-Rauxel Celle Chemnitz Coburg Cottbus Darmstadt Delitzsch Delmenhorst Dessau-Roßlau Dortmund Dresden Duisburg Düren Düsseldorf Eberswalde Eisenach Eisenhüttenstadt Emden Erfurt Erkner Erlangen Essen Esslingen am Neckar Falkensee Flensburg Forst (Lausitz) Frankenthal (Pfalz) Frankfurt (Oder) Frankfurt am Main Freiberg Freiburg im Breisgau Friedrichshafen Fulda Fürth Gelsenkirchen Gera Gießen Gladbeck Glauchau Goslar Gotha Greifswald Gräfelfing Göttingen Gütersloh Hagen Halberstadt Halle (Saale) Hamburg Hameln Hamm Hanau Hannover Heidelberg Heidenheim an der Brenz Heilbronn Hennigsdorf Herford Herne Hildesheim Hof Hoyerswerda Ingolstadt Iserlohn Jena Kaiserslautern Kamenz Karlsruhe Kassel Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Kiel Koblenz Konstanz Krefeld Köln Landau in der Pfalz Landsberg am Lech Landshut Leipzig Leverkusen Limbach-Oberfrohna Lindau (Bodensee) Ludwigsburg Ludwigshafen am Rhein Lörrach Lübeck Lüneburg Magdeburg Mainz Mannheim Marburg Memmingen Mönchengladbach Mühlhausen/Thüringen Mülheim an der Ruhr München Münster Neu-Ulm Neubrandenburg Neuenhagen bei Berlin Neumünster Neuruppin Neuss Neustadt am Rübenberge Neustadt an der Weinstraße Neustadt bei Coburg Neuwied Nordhausen Nürnberg Nürtingen Oberhausen Offenbach am Main Offenburg Oldenburg Oranienburg Osnabrück Passau Pforzheim Pirmasens Pirna Plauen Potsdam Quedlinburg Recklinghausen Regensburg Remscheid Reutlingen Riesa Rosenheim Rostock Saarbrücken Salzgitter Sassnitz Schwabach Schwedt/Oder Schweinfurt Schwerin Schwäbisch Gmünd Siegen Sindelfingen Solingen Speyer Stendal Straubing Stuttgart Suhl Taucha Teltow Teterow Trier Tübingen Ulm Velten Viersen Villingen-Schwenningen Weiden in der Oberpfalz Weimar Wiesbaden Wilhelmshaven Wismar Witten Wittenberg Wolfsburg Wolgast Worms Wuppertal Würzburg Zweibrücken Zwickau