02
Dez
2020
10
Mär
2021
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Wettbewerb: Bundespreis Kooperative Stadt

Die Auszeichnung für herausragende kommunale Beispiele der Kooperation von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung.
02
Dez
2020
10
Mär
2021

Ansprechpartner/in

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Vorbildliche Beispiele einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft auszuzeichnen ist das Ziel des Bundespreises kooperative Stadt, der im Frühjahr 2021 erstmals vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vergeben wird. Prämiert werden große und kleine Kommunen, die rechtliche, politische und institutionelle Instrumente etabliert haben, um die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu verbessern. So sollen Vereine, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturelle Akteure besser an Stadtentwicklung teilhaben.

Der Bundespreis rückt dadurch das Engagement der Beteiligten in das Blickfeld der Öffentlichkeit und gibt innovativen Stadtmachern eine Bühne. Neben der Auszeichnung als Koop.Stadt und der Einladung zur Preisverleihung im Rahmen des Bundeskongresses der Nationalen  Stadtentwicklungspolitik, der im Mai 2021 in Köln stattfindet, werden die gesammelten Best-Practice-Beispiele in einer Publikation  zusammengetragen und aufbereitet. Insgesamt stehen 200.000 € als Preisgeld zur Verfügung. Das Label “Koop.Stadt” soll als Auszeichnung für die weitere Arbeit in den Kommunen dienen.

Gesucht werden Kommunen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten.

Bewerben können Sie sich mit laufenden sowie bereits umgesetzten Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung. Alle interessierten Kommunen können bis zum 10. März 2021 über die Website www.koop-stadt.de am Bundespreis teilnehmen. Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Formular und den Upload ergänzender Dokumente. Alle Einreichungen werden vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Rahmen eines Forschungsvorhabens ausgewertet.

BEISPIELE VON INSTRUMENTEN DER KOOPERATION


Kooperationsvereinbarung Hauses der Statistik, Berlin
Um das leerstehende Haus der Statistik am Alexanderplatz in Berlin-Mitte gemeinsam mit der Zivilgesellschaft zu entwickeln, wurde eine Kooperationsvereinbarung als schriftliche Vereinbarung zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung unterzeichnet. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen zur Zusammenarbeit. Darin werden gemeinsame Interessen definiert und Verpfichtungen festgelegt, damit Projekte gemeinsam umgesetzt werden können.

Rechtsrahmen für Parklets, Stuttgart
Der Gemeinderat schuf im Frühjahr 2019 für zunächst zwei Jahre einen Rechtsrahmen für Parklets als Pilotprojekt in den Innenstadtbezirken.
Voraussetzung ist eine unkommerzielle Nutzung, die Verkehrssicherung und einer Veranstalterhaftpflicht. Eine Antragsvorlage ist Online zu finden.

Ortsgesetz über nicht-kommerziellen Freiluftpartys, Bremen
Eine Freiluftparty im Sinne dieses Ortsgesetzes ist eine spontane, private, nicht kommerzielle Feier unter freiem Himmel mit elektronisch verstärkter Musik. 2017 hat das Land Bremen solche Partys von der Genehmigung befreit, wenn sie unkommerziell sind, weniger als 300 Personen umfassen und keine weitere Nutzung beeinträchtigen.

Auslober
Der Bundespreis Koop.Stadt wird von den Trägern der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgelobt, von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Mit dem Preis werden herausragende kommunale Beispiele einer Kooperationskultur zwischen Kommune und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Das Projekt wird durchgeführt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung, unterstützt vom Büro stadtstattstrand - Kreativer Umgang mit urbanem Raum.