30
Nov
2021
5. Bewerbungsrunde

Aufnhame in Bundesweites Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe

Alle Interessierten können Kulturtraditionen und -formen für die Eintragung in das Verzeichnis vorschlagen.
30
Nov
2021

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Die 5. Bewerbungsrunde für das Bundesweite Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe ist gestartet. Zum immateriellen Kulturerbe zählt überliefertes Wissen aus den Bereichen Tanz, Theater oder Musik ebenso wie mündliche Überlieferungen, Naturwissen, Handwerkstechniken und Feste. Auch besondere gesellschaftliche Bräuche und Formen der gesellschaftlichen Selbstorganisation zählen dazu. So gehören zum Beispiel die Genossenschaftsidee und die Praxis der Kunstvereine zum immateriellen Kulturerbe. Damit eine möglichst breite Überlieferung des Kulturerbes sichergestellt wird, möchten wir erneut dazu aufrufen, auch urbane Formen des immateriellen Kulturerbes in den Blick zu nehmen.

Bis zum 30. November 2021 können Kulturtraditionen und -formen für die Eintragung in das bundesweite Verzeichnis vorgeschlagen werden. Die Vorschläge werden elektronisch auf Länderebene eingereicht. An dem anschließenden mehrstufigen Auswahlverfahren sind die Länder, die Kultur-Ministerkonferenz, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) beteiligt. Der Deutsche Städtetag ist Mitglied des Expertenkomitees.

UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes

Die Bundesrepublik Deutschland ist dem Übereinkommen 2013 beigetreten. Durch das Übereinkommen soll das immaterielle Kulturerbe sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene erhalten und das Bewusstsein für die Bedeutung dieses Kulturerbes gefördert werden. Neben den drei UNESCO-Listen für immaterielles Kulturerbe gibt es zwei Verzeichnisse auf nationaler Ebene: Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes und als Unterverzeichnis ein Register Guter Praxisbeispiele. Einige Bundesländer führen darüber hinaus landesweite Listen.