Corona-Maßnahmen
07.12.2020

"Härtere Maßnahmen bei hoher Inzidenz geboten"

Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages, im Interview mit dem ARD-Morgenmagazin

Der Leipziger Oberbürgermeister und Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, hat sich im Interview mit dem ARD-Morgenmagazin für härtere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgesprochen, falls die Fallzahlen weiter ansteigen sollten.

"Ich glaube, wir müssen in der Tat nachdenken, wenn eine Inzidenz erreicht wird von über 200, oder jetzt in Sachsen insgesamt von über 300. Dann ist es dringend geboten, auch noch einmal für einige Wochen einen stärkeren Lockdown zu machen. Ich glaube, das muss sein. Anders kriegen wir die Infektionen nicht in den Griff, vor allem die Krankenhaussituation verschärft sich. Und das kann nicht im Sinne unserer aller Gesundheit sein.“

Jung fügte hinzu: "Aber ich würde differenzieren - je nach Inzidenz, je nach Betroffenheit und Infektionslage."

Zugleich appellierte Jung an die Bevölkerung, die regionalen Händler zu unterstützen - solange es die Corona-Einschränkungen noch zuließen. "Die Innenstädte sind wirklich in Gefahr. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch einmal verschärft", sagte er. Klar sei ein Besuch der Innenstädte in der aktuellen Situation "eine Zwickmühle". "Wenn man sich aber an die Abstandsregeln hält, wenn man Maske trägt, dann ist das doch sehr beherrschbar", sagte Jung.

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