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20.01.2016

Konferenz des Deutschen Städtetages in Bochum "Städte l(i)eben Vielfalt"

Aktuelle Herausforderungen der Integrationspolitik – Erfahrungen und Konzepte aus den Städten

Was sind die aktuell größten Herausforderungen der Städte bei der Integration von Bürgerkriegsflüchtlingen und Asylbewerbern? Welche Integrationsleistungen sind in den Kommunen notwendig, welche wünschenswert und was sollten Bund und Länder dazu beitragen? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt einer gemeinsamen Konferenz des Deutschen Städtetages und der Stadt Bochum unter dem Titel "Integration von Flüchtlingen – Herausforderungen und Perspektiven in den Städten".

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sagte dazu: "Mehrere hunderttausend Menschen nach ihrer Flucht vor Krieg und Verfolgung in unsere Gesellschaft zu integrieren, ist eine gewaltige Aufgabe. Die Städte haben zwar seit langem Erfahrungen und wissen, was für eine erfolgreiche Integration wichtig ist. Angesichts der schnell und stark gestiegenen Zuwanderung ergeben sich allerdings Probleme, die erforderlichen Kapazitäten ausreichend rasch aufzubauen und einzusetzen. Gleichwohl gilt: Integration kann nur gelingen, wenn wir Flüchtlingen die notwendigen Sprachkenntnisse vermitteln, ihre berufliche Qualifikation verbessern, ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen und sie mit angemessenem Wohnraum versorgen. Bund und Länder sind gefordert, einen maßgeblichen Beitrag zur Integration zu leisten und die Kommunen so bei ihren Anstrengungen stärker zu unterstützen."

Während der Konferenz in Bochum am 20. und 21. Januar werden konkrete Konzepte aus den Städten vorgestellt und Handlungsoptionen erörtert. Unter anderem geht es darum, wie Flüchtlinge und Asylbewerber mit Bleibeperspektive mittels geeigneter Sprach- und Integrationskurse auf ein Leben hierzulande vorbereitet werden können. Weitere Themen sind Angebote und Wege zu einer dauerhaften Unterbringung der Menschen, zur Integration der Flüchtlingskinder sowie zur Qualifikation der Zuwanderer und zum leichteren Eintritt in den Arbeitsmarkt.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Die Städte tragen derzeit eine große Verantwortung. Vielerorts droht die Stimmung wegen der Vielzahl der Flüchtlinge und wegen der Straftaten in Köln und anderen Städten zu kippen. Was wir jetzt brauchen, sind jedoch keine Bürgerwehren, sondern ist eine neue integrationspolitische Offensive. Wir sollten über neue Initiativen und verstärkte Anstrengungen reden, die ein gedeihliches Zusammenleben verschiedener Kulturen unter Einhaltung einer grundlegenden Ordnung ermöglichen. Dabei muss klar sein: Integration ist ein langer Weg, aber es gibt dazu nach wie vor keine Alternative."

Die rund 200 Teilnehmenden des Kongresses aus Nordrhein-Westfalen und dem gesamten Bundesgebiet, kommen unter anderem aus der kommunalen Verwaltung, der Wissenschaft und aus gesellschaftlichen Organisationen. Der Kongress soll ihnen wertvolle Anregungen für die praktische Arbeit vor Ort bieten.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch betont: "Das Tagungsmotto 'Städte l(i)eben Vielfalt' trifft die Situation in Bochum gut. Integration ist bei uns gelebte Realität und wir haben immer wieder bewiesen, dass wir es können. Angehörige von mehr als 170 Nationalitäten leben heute in Bochum. Wir lernen voneinander und miteinander, sind und bleiben eine weltoffene Stadt."

In Bochum, der sechstgrößten Stadt Nordrhein-Westfalens, haben laut statistischem Landesamt IT.NRW von aktuell rund 365.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als 44.000 Menschen Wurzeln in anderen Ländern.

Die Bochumer Konferenz ist seit 2011 nach Veranstaltungen in der Landeshauptstadt München, in der Freien und Hansestadt Hamburg und in der Stadt Bielefeld, die vierte Konferenz in der Reihe "Städte l(i)eben Vielfalt", die Diskussionen über die verschiedenen Facetten der Integration anstoßen und zu Lösungen beitragen möchte. Sie widmete sich bisher den Themen "Vielfalt - Teilhabe - Zusammenhalt: Was bedeutet Willkommenskultur wirklich?", "Diskriminierung als Herausforderung" und "Integration in den Arbeitsmarkt". Die Konferenzreihe wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Zum ausführlichen Programm der Integrationskonferenz

Zu den Dokumentationen der früheren Integrationskonferenzen (siehe in der rechten Spalte)

 

 

Schwerpunkte

  • Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur Mehr

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