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Berlin, Essen, Herne, München, Oberhausen, Reutlingen, Wolfsburg, 02.11.2015

Mit dem Deutschen SPIELRAUM-Preis 2015 ausgezeichnet

"Barrierefreie Spiel- und Bewegungsräume" war das Thema des elften Deutschen SPIELRAUM-Preises. Sieben der 12 ausgezeichneten Objekte sind in Mitgliedsstädten des Deutschen Städtetages zu finden.

Der Deutsche SPIELRAUM-Preis wird ausgelobt von der STADT und RAUM Messe und Medien GmbH (Winsen / Aller) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz GALK e.V. beim Deutschen Städtetag und dem Olympischen SportBund. Folgende Projekte der Mitgliedsstädte des Städtetages zeichnete die Jury 2015 aus:

Hauptpreis im 1. Rang

  • Reutlingen: Spiel- und Bewegungsraum mitten in der Altstadt

    Die Jury bewertete besonders positiv, dass durch die Einbeziehung der Straßenräume und die barrierefreie und verkehrssichere Zugänglichkeit ein geschützter Ort mit hoher Aufenthaltsqualität inmitten eines dicht besiedelten Quartiers geschaffen wurde. Damit wurde ein wichtiger Grundsatz für barrierefreie öffentliche Spielräume erfüllt, die gute und eigenständige Erreichbarkeit im direkten Wohnumfeld, die eine Teilhabe an dem öffentlichen Leben in der direkten Nachbarschaft ermöglicht. Die durchgehende Wegeverbindung weitet sich zu verschiedenen Aufenthaltsbereichen auf mit unterschiedlichen Sitzangeboten, die auch Zugang und Anteilmöglichkeit für Rollstuhlfahrer bieten.

Sonderpreis

  • Essen: Sportzentrum Ruhr

    Besonders gelungen ist die Beachtung der Vielfältigkeit der Menschen, ihrer Bedürfnisse und möglicher Behinderungen. Auch wenn die Mehrheit der Mitglieder durch die Nachbarschaft erwartungsgemäß Menschen mit geistiger Behinderung sind, hat das Sportzentrum Ruhr Unterstützungssysteme für blinde Sportlerinnen und Sportler und Vorrichtungen wie einen Lifter für mobilitätsbeeinträchtige Menschen eingerichtet, die nicht über die Treppe oder Leiter in das Wasser des Schwimmbads kommen. Dabei ist es dem Sportzentrum Ruhr in Essen gelungen, so attraktiv zu sein, dass auch viele nichtbehinderte Menschen das Angebot nutzen. Durch diesen ansprechenden barrierefreien Raum entstehen wichtige Begegnungsmöglichkeiten zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen  eine wichtige Voraussetzung für Inklusion.
     
  • Berlin: Freianlagen Kindertagesstätte Sinneswandel

    Die Kindertagesstätte ist für bis zu 65 Kinder als inklusive, bilinguale Einrichtung konzipiert (deutsche Lautsprache und deutsche Gebärdensprache). Die Freiraumgestaltung unterstützt die Förderung der bilingualen Kommunikation zum Beispiel durch direkte Blickbeziehungen in das gesamte Gelände. Abgerundete »Ecken« und kreisförmig angelegte Versammlungsräume erleichtern grundlegend die visuelle Kommunikation. Die großflächigen Holzdecks ermöglichen eine stärkere Wahrnehmung der Körperbewegungen durch Vibration. Die Rampen erschließen stufenfrei fast alle Bereiche der Außenanlagen. Neigungen und Höhensprünge bilden jedoch auch Herausforderungen: Diese sind im Sinne der Normen partiell nicht barrierefrei, dennoch mit dem Fokus auf die individuellen Bedürfnisse und auf integrative Ziele sensibel geplant.

Hauptpreis im 2. Rang

  • Wolfsburg: Skateskulptur im Allerpark

    Bei der Anlage für BMX, Inline und Wheelskating wurde darauf geachtet, dass sämtliche Zugänge und Standflächen für Rollstuhlfahrer erreichbar sind. Hervorzuheben ist insbesondere, dass hier Barrierefreiheit für eine zugegebenermaßen (noch) kleine Gruppe von Menschen mit Behinderungen geschaffen wurde: Für eher jugendliche, eher wagemutige und vielleicht auch abenteuer-lustige Menschen im Rollstuhl, die mit anderen Skatern und BMXlern eine gemeinsame Fläche gleichberechtigt nutzen. Der Skatepark schafft einen Raum, in dem der Rollstuhl zum Sportgerät werden kann und Menschen mit verschiedenen Sportgeräten sich respektvoll auf Augenhöhe begegnen.
     
  • Oberhausen: Play_Land - Jugendtreff und Spiellandschaft

    Da der Jugendtreff mit seinen Spiellandschaften am Quartiersrand liegt und an einer Seite an ein Gewässer grenzt, spielen die Robustheit der Anlage und die Sicherheit (Beleuchtung) eine große Rolle. Das umfangreiche, meist befestigte Wegenetz ermöglicht in vielen Bereichen einen barrierefreien Zugang und es bietet an zahlreichen Stellen nicht "vorgefertigte" Bewegungs- und Spielanreize mit vom Nutzer bestimmten Schwierigkeitsgraden. Die Spielangebote sind entsprechend den Nutzungsgruppen gestaltet, in ein räumlich-gestalterisches Gesamtkonzept integriert; die Teilräume sind nicht getrennt, die Gesamtanlage ist nutzungsoffen und ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien. Hervorzuheben ist besonders, dass die Platz- und Wegbereiche barrierefrei und komfortabel gestaltet sind (Ortbetonwege) und die Spielelemente hierdurch gut erreichbar sind.
     
  • Herne: Grünzug Hölkeskampring

    Zielgruppe der Spielangebote sind Kindertagesstätten, Schulen, Seniorenheime und ein Krankenhaus  Institutionen, die alle im Einzugsgebiet des Grünzuges liegen. Ein wichtiger Aspekt war es, für die Gruppe der Senioren Bewegungsangebote zu installieren, die durch ihre Beschaffenheit nur eine geringe Hemmschwelle für die Nutzung haben und ein einfaches Training ermöglichen.  Alle Zugänge in den Grünzug wurden beziehungsweise werden noch im Rahmen des Umbaus von Gehwegen mit taktilen Leitsystemen ausgestattet: Somit ist der Park für Menschen mit Sehbehinderungen uneingeschränkt nutzbar. Besonders positiv bewertete die Jury das vielfältige Angebot von barrierefreien Spielräumen und Spielgeräten innerhalb der auf rund 1.000 Meter Länge neu formatierten Grünanlage.
     
  • München: Barrierefreies Baumhaus am Neuhofener Berg

    Durch seinen barrierefreien Zugang steht das Baumhaus allen Nutzergruppen offen. Es lädt sowohl Kinder und Jugendliche, als auch Erwachsene und Senioren zum Verweilen und Entdecken ein. Obwohl weder als Spielobjekt noch als Bewegungsraum konzipiert ist das Baumhaus beides: Als ungewöhnlicher Aussichtspunkt ist es barrierefrei zu erreichen, als offener Raum in der Natur regt es überdies zu phantasievollem Spiel an und ergänzt so das Angebot des nahegelegenen Spielplatzes. Die Größe der einzelnen Häuschen erlaubt es, dass sich dort mindestens zwei Rollstuhlfahrer begegnen und aufhalten können. Das klare Design verbindet in einer »modernen« Formsprache aus Holz- und Stahlelementen zu einem über den Hang schwebenden Baumhausensemble: Die Fenster geben zunächst Blickwinkel und Perspektiven vor und fassen  wie ein Rahmen ein Bild  einen Ausschnitt der Landschaft. Dann, wenn man dicht heran tritt oder mit einem Rollstuhl heran fährt, kann man den Blick frei schweifen lassen.

Die insgesamt 12 Gewinner des Spielraum-Preises erhalten Sachpreise im Gesamtwert von über 21.000 Euro.

Weitere Informationen zum Preis und den Gewinnern

Schwerpunkte

  • Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern Mehr
  • Kommunale Finanzlage und föderale Finanzbeziehungen Mehr
  • Verkehrsinfrastruktur Mehr

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