Bayeuth, 27.09.2012
Ausgezeichnet im europaweiten Wettbewerb "barrierefreie Stadt"
Die "Stiftung Lebendige Stadt" und das Bundesfamilienministerium haben das Engagement der Stadt Bayreuth um Barrierefreiheit als beispielgebend gewürdigt.
An dem Wettbewerb "barrierefreie Stadt" beteiligten sich rund 150 Städte und Gemeinden aus dem In- und Ausland. Gesucht waren Projekte, die die Eigenständigkeit, Mobilität und Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben fördern. Stiftungspreissieger 2012 ist die Stadt Schwerin. Neben dem Siegerkonzept würdigte die Fachjury das beispielgebende Engagement für Barrierefreiheit der Städte Bayreuth, Furth (bei Landshut), Luxemburg, Sosnowiecz (Polen) und Taunusstein (Hessen).
Anlässlich der Preisverleihung würdigte die Jury die Teilhabe behinderter Menschen am öffentlichen Leben als zentrales Anliegen der Stadt Bayreuth: Das taktile Leitsystem am Boden der Bayreuther Innenstadt, blindengerechte Ampeln, inklusive Auffangstreifen und Gehwegabsenkungen förderten die Eigenständigkeit sehbehinderter Menschen. Die behindertengerechte Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs, wie beispielweise der Einsatz von Niederflurbussen und spezifische Schulungen der Busfahrer, sorgten für einen vereinfachten Zugang und eine bessere Nutzung des Straßenverkehrs durch gehandicapte Menschen.
Besonders vorgehoben wird der barrierefreie Bau des RW 21 als gemeinsames Domizil für Jugend- und Stadtbibliothek, Volkshochschule und Teile des Stadtarchivs: "Generationenverbindende Aktionen wie die 'Vorlesepaten' oder Computerschulungen bringen jung und alt zusammen und fördern den gemeinsamen Austausch. Im Café Samocca sind Menschen mit Behinderungen in allen Arbeitsbereichen tätig und nehmen über ihre Arbeit aktiv an der Gesellschaft teil."
Zudem zeichne die Stadt besonderes bürgerschaftliches Engagement aus, das zur Barrierefreiheit beiträgt. Die Jury lobte die Stadt Bayreuth für ihren ganzheitlichen Ansatz, Barrieren in der Stadt zu verkleinern und zu beseitigen.
Schwerpunkte
