Am 29. Juni 1755 besuchte der Schriftsteller, Philosoph und Arzt Jacob Hermann Obereit die Schlossbibliothek des Reichsgrafen von Hohenems und stieß dabei auf die Handschrift C des Nibelungenliedes, die heute in der Badischen Landesbibliothek (Karlsruhe) aufbewahrt wird.
Die 2001 gegründete Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Nibelungenstädte hat mit Blick auf diesen Termin beschlossen, erstmals am 29. Juni 2009 und darauf folgend in jedem Jahr zu diesem Termin einen Nibelungentag durchzuführen, an dem vor Ort in den Mitgliedsstädten Veranstaltungen zum Nibelungenthema angeboten werden. Ein besonderes Anliegen der AG ist die Vermittlung des hochmittelalterlichen Epos an Kinder und Jugendliche und die Erprobung von Angeboten in der kulturellen Bildung. In der Arbeitsgemeinschaft sind Nibelungenstädte aus Deutschland und Österreich zusammengeschlossen. Eine Programmübersicht findet man im Internet unter www.nibelungenroute.de.
In Worms am Rhein kommen alle Schüler/innen der Diesterweg-Hauptschule zu einem Nibelungenprojekttag ins Nibelungenmuseum an der Stadtmauer. Um 19 Uhr referiert Dr. Ellen Bender (Nibelungenliedgesellschaft) im Mythenlabor des Museums unter dem Titel Zoff im sagenhaften Rosengarten zu Worms über Kriemhild und die Nibelungen im Rosengartenlied des späten 13. Jahrhunderts.
(Pressemitteilung der Stadt Worms)